Der alternde englische Literaturprofessor Humbert Humbert kommt zu Vorlesungen in die USA. Während der Wohnungssuche gerät er an die lebensfrohe Witwe Charlotte Haze. Ihre frühreife 15-jährige Tochter Dolores, genannt Lolita, zieht ihn sogleich in ihren Bann. Um in ihrer Nähe sein zu können, lässt sich Humbert auf das Liebeswerben der Mutter ein und heiratet sie. Lolita ignoriert allerdings Humberts mehr als väterliches Interesse. Während sie in einem Ferienlager ist, entdeckt ihre Mutter in Humberts Tagebüchern seine wahren Motive. Betrunken stürzt sie auf die Straße und wird überfahren. Humbert holt Lolita aus dem Ferienlager und geht mit ihr auf eine Reise durch Amerika. Nach außen spielt er den treu sorgenden Vater, aber Lolita wird seine Geliebte. Doch die Romanze ist nur von kurzer Dauer. Eines Tages ist Lolita verschwunden. Jahre später erfährt Humbert aus ihrem Mund, dass sie ihn während der ganzen Reise mit dem ominösen Dichter Clare Quilty hintergangen hat. Humbert sinnt auf Rache.ZUSATZINFORMATIONEN
Nabokovs Roman erschien 1955 zuerst in Frankreich, weil in den USA kein Verleger die Veröffentlichung wagte. Was damals als Skandal galt, zählt heute zur Weltliteratur. Und Kubricks Film - aus Furcht vor der US-Zensur in England gedreht - ist weniger ein erotisch-aufreizender Film als ein großes Stück schwarzen Humors. Höchst geschickt weiß Kubrick die komödiantischen Talente von James Mason, Shelley Winters und Peter Sellers zu nutzen.
Das Lexikon des Internationalen Films 2000/01 schreibt: "Kubricks mit eigenständigen Akzenten versehene tragikomische Filmbearbeitung des Nabokovschen Romans besticht durch kluge Auswahl und Führung der Darsteller und die, in ihrer permanenten Doppeldeutigkeit, glänzend entwickelten Dialoge. Die geniale Kamera- und Regiearbeit versteht selbst die realistischsten Ausstattungs- und Einrichtungsgegenstände noch für die von schwarzem Humor bestimmte Illustration eines surrealen Albtraums zu nutzen."






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