Mit: John Travolta, James Gandolfini, Salma Hayek, Laurice Dern, Jared Leto
- Synopsis
Ray Martinez Fernandez (Jared Leto), der einsame Frauen um ihr Geld erleichtert, lernt bei einer seiner Missionen Martha Beck (Salma Hayek) kennen. Sie durchschaut ihn sofort. Die beiden werden ein geniales Hochstaplerpärchen, das vor nichts zurückscheut. Auch nicht vor Mord.- Kritik
Die echten „Lonely- Hearts- Killer“ trieben ihr blutiges Unwesen in den 40er Jahren an der amerikanischen Ostküste. Sie hatten 17 Frauenmorde auf dem Gewissen. Fernandez war ein schmaler, fast knochiger Mann, Martha eine 200 Pfund schwere Psychopathin – ein ungleiches Paar, das sich als mörderisches Duo perfekt ergänzte. Der Polizist Elmar Robinson ermittelte nach dem Selbstmord seiner Frau geradezu verbissen in den bizarren Mordfällen.
Todd Robinson erzählt LONELY HEARTS KILLERS im Stil eines Film Noir Gangster-Thrillers der 30er und 40er Jahre mit hochkarätiger Besetzung. John Travolta hat die Rolle von Elmar Robinson übernommen, Salma Hayek die der Psychopathin. Nein, keine Sorge, die rassische Schauspielerin hat sich nicht mehrere Dutzend Kilo aus Gründen des „Method Acting“ angefressen – Robinson verzichtet in diesem Punkt auf realitätsnahe Besetzung und lässt Frau Hayek lieber den fatalistischen und eifersüchtigen Vamp mimen.
Jared Leto verkörpert Ray Martinez Fernandez: mit falschem Toupet bezirzt er die Herzen einsamer Witwen. Dies alles wirkt sehr gelungen und stilsicher. Gut ist es außerdem, dass sowohl das Gangsterpärchen als auch die ermittelnden Polizisten gleichermaßen charakterisiert werden. So dürfen die Zuschauer einerseits der Faszination des Bösen erliegen und andererseits mit den Polizisten auf Verbrecherjagd gehen. Vielleicht ist diese Gleichgewichtung der beiden Seiten manchmal etwas zu gerecht ausgefallen. Das kreiert langatmige Szenen und geht damit auf Kosten des Tempos des gesamten Films.
Insgesamt ist Todd Robinson aber eine sehr solide und stilsichere Verfilmung eines Stoffes gelungen, zu dem er auch noch einen sehr persönlichen Bezug hat: Sein Großvater war der getrieben ermittelnde Elmar Robinson, der das mörderische Pärchen schließlich überführen konnte. Ganz ohne sentimental zu werden erzählt Robinson seine sehenswerte True-Crime-Story, die gegen stereotypische Gangsterpärchen-Klischees arbeitet: Martha Beck ist nicht die im Schatten des psychopathischen, manipulativen männlichen Mörders stehende Groupie-Freundin, die eigentlich unschuldig ist, sie ist genau das Gegenteil davon. Sie hat alle Fäden in der Hand und drängt Ray Martinez Fernandez zu weiteren bestialischen Morden.Nana A.T. Rebhan






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Triller über Witwentröster, die keine Gnade kennen
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