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Künstler hautnah

Das Rendez vous mit der internationalen Kunstszene. Jede Sendung ist einem Künstler oder ein Kollektiv gewidmet, diese Woche.

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Künstler hautnah

Das Rendez vous mit der internationalen Kunstszene. Jede Sendung ist einem Künstler oder ein Kollektiv gewidmet, diese Woche.

Künstler hautnah

22/12/09

Loris Gréaud

Regie: Fred Fiol & Franck Bérenger


"Künstler hautnah" - das Rendezvous mit der internationalen Kunstszene. Jede Sendung ist einem Künstler gewidmet, die heutige Loris Gréaud. Der neue Liebling der französischen Kunstszene ist der erst 29-jährige Loris Gréaud. Er bedient sich bei allen Disziplinen künstlerischer und technischer Art, um ganz neuartige Cocktails oder Verbindungen zu mischen. Sein Ziel ist es, die Kunst als Science-Fiction der Gegenwart neu zu erfinden. Zuletzt machte er mit seiner spektakulären Einzelausstellung "Cellar Doors" von sich Reden, welche die gesamte Ausstellungsfläche im Pariser Palais de Tokyo einnahm - konzipiert wie eine Techno-Oper mit dramatischen, in Finsternis getauchten Szenenbildern.

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Loris Gréaud ist Grafiker und zugleich Begründer einer Werkstatt für Experimentalfilm und eines eigenen Labels für Elektronische Musik, "Sibilance Production". Darüber hinaus begeistert er sich für Architektur und
Quantenmechanik. Seine kreative Vielfalt führte ihn bereits mit den unterschiedlichsten Themen und Materien zusammen.
Er machte von sich Reden, indem er das Pariser Museum für Gegenwartskunst, das Palais de Tokyo, mit seinen 4.000 Quadratmetern Fläche vereinnahmte, um mit seinen Werken die Sinne des Betrachters einer Bewährungsprobe zu unterziehen und zum Träumen anzuregen: Sein Projekt "Cellar Doors" hüllte die riesige Ausstellungsfläche in fast völlige Finsternis und die Museumsräume wurden mit elektronischen Vibrationssystemen ausgestattet, so wurden die Wände wie von einer unsichtbaren Partitur eines allgegenwärtigen Dirigenten zum Schwingen gebracht. "Es war einmal eine Tür, durch die zuerst die Zukunft
schritt", stand am Beginn der Ausstellung über einem sich öffnenden und schließenden Garagentor. Der Ausstellungsbesucher folgt einem spannungsgeladenen Parcours aus Filmprojektionen, Leuchtröhrenskulpturen,
warmen Luftwirbeln, wabernden Schallwellen oder stroboskopisch erhelltem Halbdunkel.

Gréauds multimediale Installationen, bei denen er häufig Materialien wie Neonröhren oder grafisch gemusterte Boden- und Wandbeläge verwendet, folgen formal gesehen filmischen Abläufen und sind der Orchesteraufführung nachempfunden. "Ich lege wert auf die Feststellung, dass ich auf kein Medium festgelegt bin", erklärt er, "ich finde das Medium muss sich vielmehr den Ideen anpassen."
Gréaud hat sich durch seine poetischen Arbeiten einen Namen gemacht, die auf Bildsprachen der Technologie, der Wissenschaft und der Science-Fiction zurückgreifen.
Zu Wort kommen in der Sendung, neben dem Künstler selbst, der Kritiker und Kunsthistoriker Pascal Rousseau, die Galeristen Yvon Lambert & Olivier Belot sowie Harry Bellet, Journalist von der französischen Tageszeitung "Le Monde".

Links



Ausstellungen


"Cellar Door" im Palais de Tokyo
14. Februar > 27. April 2008 - Paris
>> Website des Palais de Tokyo

"Cellar Door" im Institute of Contemporary Art
25. April > 22. Juni 2008 - London
>> Website des ICA

"Cellar Door – Never Shies Away from Adopting Bootleg Versions of itself into its Family"
Bis zum 25. Januar 2009 in der Kunsthalle Sankt Gallen zu sehen
>> Website der Kunsthalle

Künstler hautnah
Sonntag 3. Januar 2010 um 07.00 Uhr
Keine Wiederholungen
(Frankreich, 2008, 26mn)
ARTE F

Erstellt: 06-02-09
Letzte Änderung: 22-12-09


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