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Dialogue with a dream (Real Audio, 42")
Archéologie (Real Audio, 40")
Palabre (Real Audio, 40")Es war ein Sprung ins kalte Wasser, als sich der Franzose Sclavis entschied, mit ihm fast unbekannten Musikern zu spielen, die darüber hinaus einer viel jüngeren Generation angehören. Als Klarinettist, Saxofonist, Komponist und Bandleader gehört Sclavis zu den richtungsweisendsten Jazzmusikern, insbesondere auf der Bassklarinette. Hinter seiner im ersten Moment sehr eingängigen Verquickung von Kunst- und Volksmusik, die er selbst als „imaginäre Folklore“ beschreibt, verbirgt sich eine komplexe Struktur aus Melodien und Rhythmik. Für das Album „L’Imparfait Des Langues“ verließ Sclavis bewusst die ihm vertrauten Pfade und improvisierte mit Musikern, die mit BeBop und FreeJazz ebenso vertraut sind, wie mit experimenteller Musik von Pierre Boulez’s Ensemble Intercontemporain bis hin zum Rock von Sonic Youth.
Geboren wurde die Idee für das Festival Le Printemps des Arts in Monte Carlo, für das Sclavis den Auftrag erhielt, 2006 ein neues Projekt vorzustellen. Um seine eigene Arbeitsweise zu ändern, und wie Sclavis sagt, um eine „neue Syntax“ zu finden, beginnt er ein neues Ensemble zusammenzustellen, unter anderem mit dem damals erst 23jährigen Saxofonisten Marc Baron. Nach und nach stoßen der Gitarrist Maxime Delpierre, der Schlagzeuger François Merville und der Multiinstrumentalist Paul Brousseau hinzu, der unter anderem für elektronische Verfremdungen und Sampling verantwortlich ist.
Die Konzertpremiere in Monte Carlo wird jedoch abgesagt, da Fürst Rainer von Monaco am Tag zuvor verstirbt. Wissend um das kreative Potenzial, das in der unbändigen Spielfreude seiner Musiker liegt, entschließt sich Sclavis kurzerhand ein Studio zu mieten, wo innerhalb von einem Tag das Album eingespielt wird. Diese Spielfreude ist seitdem ungebrochen: „Die Jungs wollen wirklich spielen. Kleine Clubs, Konzertsäle, Festivals – es ist uns egal – wir spielen überall! Und die Musik ändert sich ständig.“ Zu diesem Zweck hat Sclavis von vornherein die Kompositionen sehr offen für Improvisationen angelegt. Und so kann man regelrecht hören, wie Sclavis von seinen Mitmusikern gefordert wird und diese wiederum von seiner langjährigen Erfahrung profitieren. Keine Frage, Sclavis erfrischendes Quintett wird auch in Zukunft für innovative Überraschungen in der Jazzwelt sorgen.
Matthias Schneider







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