„Das erste ist ein Problem der Identität, wobei ich Identität nicht gleichsetze mit Gleichartigkeit, sondern damit jene Identität meine, die der tiefen Erkenntnis seinner selbst gleichkommt. Die ungenügende Beteiligung der Europäer an der Wahl, die zu unserem Parlement geführt hat, beweist, wie dringend hier eine Lösung ist. Es ist unmöglich, sich ein Europa ohne Europäer auszumalen. […] Die Europäischen` Institutionen haben europäische Zuckerrrüben, Butter, Käse, Weine, Kälber, ja sogar Schweine zustande gebracht. Aber keine europäischen Menschen.
„Solche europäischen Menschen gab es im Mittelalter, in der Renaissance, im Zeitalter der Aufklärung und sogar im XIX.Jarhundert. Sie gilt es wiederzuschaffen.
„Die Jugend hat es sich bereits zu Herzen genommen ; mit dem Rucksak unterwegs, kennt sie keine Grenzen. Schon haben Partnerstädte ein regelrechtes Menschennetz geschaffen, von Frauen und Männern, die dem vergangenen Zwist gegenüber allergish sind und sich eher an das Schicksal ihres Kontinents gebunden wissen. Die Schulen allerdings folgen insgesamt gesehen nicht, obwohl manch Außerordentliches geschaffen wurde, wie etwa in Brügge, in Belgien, von Herrn Brugmans.“
Aus einer als Alterspräsidentin gehaltenen Ansprache bei der Eröffnungssitzung des Europäischen Parlaments am 17. Juli 1979 anlässlich der ersten Direktwahlen zum Europäischen Parlament. Der vollständige Wortlaut der Rede kann beim Archivdienst des Europäischen Parlaments in Luxemburg angefordert werden.