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ZOOM: Low Cost - Hauptsache billig!
Die Low-Cost-Industrie verändert die europäische Wirtschaft. Heute gibt es nicht mehr nur Billigflüge; man bekommt außer Nahrungsmitteln auch Handys zu Spottpreisen beim Discounter und kann sich beim Alles-für-10-Euro-Frisör die Haare schneiden lassen. In Zeiten schwindender Kaufkraft wird behauptet, „Low Cost“ könne die Wirtschaft wieder ankurbeln. Stimmt das?
>> REPORTAGE 1: Low Cost aus der Sicht der IndustrieDie „Low Cost“-Mode kommt aus Großbritannien und Irland. Als Nebenprodukt der Deregulierung und der durchs Internet eröffneten Möglichkeiten entstand ein neues Wirtschaftsmodell, bei dem Unternehmen ihr Kerngeschäft um Extraservice und Werbebudget bereinigen und die Einsparungen an ihre Kunden weitergeben. Eine Bilanz der neuen „Low Cost“-Wirtschaftsform am Beispiel des Billigfliegers Easy Jet.
>> REPORTAGE 2: „Low Cost“ aus der Sicht der VerbraucherMit der Inanspruchnahme von Low-Cost-Dienstleistungen oder Discountprodukten kann man zwar sparen, aber geht es wirtschaftlich Benachteiligten damit tatsächlich besser?
In der Gegend von Lille, wo das Kaufkraftniveau zu einem der niedrigsten in Frankreich gehört, haben sich zahlreiche Discountgeschäfte niedergelassen. Welchen Preis hat das Billigkaufen? Was ist mit der Qualität?
- PORTRÄT: Aufkeimender Widerstand
Aus Hygiene- und Sicherheitsgründen, aber auch aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus unterliegt der Handel mit Saatgut immer strengeren Auflagen. Saatgut darf nur mit einer Zulassung verkauft werden - und diese wird nur dann vergeben, wenn eine Sorte die entsprechenden Anforderungen erfüllt. Viele traditionelle Obst- und Gemüsesorten bekommen allerdings keine Neuzulassung mehr. Züchterverbände setzen sich dafür ein, die vom Markt verschwundenen Sorten zu rehabilitieren. Sie wehren sich gegen EU-Richtlinien, die „altes“ Saatgut verbieten, gentechnisch veränderte Organismen jedoch zulassen. „Zoom Europa“ stellt einen wehrhaften deutschen Züchterverein vor.
- RÜCKSCHAU: Mai '68 in Paris
Vor genau 40 Jahren, im Mai 1986, benutzten Demonstranten die Pariser Pflastersteine als Wurfgeschosse.
>> Zum Dossier "1968 - ARTE geht auf die Barrikaden"- ENTDECKUNG: Die Pflastersteine von Paris
Was ist aus den Pariser Pflastersteinen geworden, die während der Studentenrevolte 1968 zu Berühmtheit gelangten? Tatsächlich wurden sie erhalten und fanden in modernen Fußgängerzonen neue Anwendung. Heute dienen sie Designern als Inspirationsquelle und erzählen auf ihre Weise die Geschichte von Paris.
- EUROPA HAUTNAH: Produktkopien – was unternimmt die EU?
Im Jahr 2006 wurden 250 Millionen Produktkopien an den Außengrenzen der Europäischen Union abgefangen – über drei Mal mehr als im Vorjahr, Tendenz steigend. Für die europäischen Hersteller wird das Phänomen zur echten Bedrohung. Brüssel fordert die Staaten auf, härtere Strafen zu verhängen. Ist das die Lösung?
Wiederholung: 03.05.2008 um 12.00 Uhr