Bevölkerungswachstum als globale Katastrophe
Apokalypse und Unsterblichkeit
von Bettina Rainer
Westfälisches Dampfboot, Münster
Heute leben fast 6,5 Milliarden Menschen auf der Erde. Im aktuellen Überbevölkerungsdiskurs erscheinen Menschen ausschließlich als Beitrag zur drohenden globalen Katastrophe. Was steckt hinter den Debatten über die so genannte Bevölkerungsexplosion? Welches Natur- und Menschenbild liegt ihnen zugrunde? Die Begründungen für die Notwendigkeit der Bevölkerungskontrolle wechselten im Lauf der Zeit. Das Ziel ist aber immer die geburtenpolitische Verhinderung bestimmter Menschen. Bettina Rainer zeigt auf, dass dies im Kontext der Unsterblichkeitsbestrebungen der modernen westlichen Kultur zu begreifen ist. (Quelle: Verlag)
Migrationsreport 2006
Fakten - Analysen - Perspektiven
von Michael Bommes und Werner Schiffauer (Hrsg.)
Campus, Frankfurt/Main - 2006
Der alle zwei Jahre erscheinende Migrationsreport des bundesweiten Rates für Migration liefert auch 2006 wichtige Fakten und Informationen zur Diskussion um Migration, Integration und Minderheiten. Renommierte Experten beziehen Position zu kontrovers diskutierten Fragen: Fortschritte und Grenzen des neuen Zuwanderungsgesetzes, Migrationsverläufe nach der EU-Osterweiterung, Auswirkungen der neuen Sicherheitspolitik auf die Integration der Muslime sowie Integrationschancen von Migrantenkindern durch Bildungsmanagement. Der Band schließt mit einer Chronologie der Ereignisse und Debatten zu Migration und Integration in Deutschland. (Quelle: Verlag)
Methusalems Mütter
Chancen des demografischen Wandels
von Antje Schrupp
Ulrike-Helmer-Verlag, Königstein - 2007
Niedrige Geburtenraten, leere Renten- und Pflegekassen – die Lage retten sollen jetzt die Frauen, indem sie mehr Kinder bekommen und noch mehr Alte pflegen? Sorry, aber der Ruf nach Methusalems Müttern wird ungehört verhallen. Entgegen den Behauptungen ist die Geburtenziffer, also die Anzahl der Kinder pro Frau, in Deutschland gar nicht zurückgegangen. Gesunken ist allein die Geburtenrate, was sich dadurch erklärt, dass Menschen heute älter werden. Wollen wir die nachhaltige Gesundheit der Bevölkerung aber wirklich als Defizit begreifen? Ist sie nicht gar eigentlich der Gewinn einer modernen Gesellschaft? Und welche Rolle spielt bei dieser Entwicklung die Emanzipation – auch in Zukunft? Antje Schrupp zeigt Möglichkeiten auf, im Potential des Alters künftig ein Plus, kein Minus zu sehen. Sie malt aus, welche gesellschaftliche Rolle älteren Menschen – und speziell den Frauen – zukommen könnte. (Quelle: Verlag)
Die Methusalem-Lüge
Wie mit demographischen Mythen Politik gemacht wird
von Ernst Kistler
Hanser-Verlag, München - 2006
Glaubt man Rürup, Hartz und den einschlägigen Expertenrunden, dann ist die Überalterung mit ihren Auswirkungen unausweichlich und um unsere Zukunft steht es schlecht. Doch der demographische Wandel ist weder ein deutscher Sonderfall, noch ist er heute für die leeren Sozialkassen und drohende Standortnachteile verantwortlich.
Teure Senioren und zu wenig Junge, die in Unternehmen für Leistung und Innovation sorgen: Politik, Wirtschaft und Medien werden nicht müde, uns vor den drohenden Auswirkungen des Methusalem-Staats zu warnen. Doch Vorsicht: Allzu oft stecken handfeste politische und wirtschaftliche Interessen dahinter, wenn mit verzerrten oder schlicht falschen Extremprognosen Politik gemacht wird. Während die tatsächlichen demographischen Herausforderungen ignoriert werden, werden irrationale Ängste geschürt, um politische Konzepte wie Sozialabbau oder Rente mit 67 in der Bevölkerung durchzusetzen. (Quelle: Verlag)
Europa in Bewegung
Migration vom späten 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart
von Klaus J. Bade
C.H.Beck, München - 2005
Das 20. hat dem 21. Jahrhundert viele offene Fragen hinterlassen. Dazu gehört auch die Rolle Europas im weltweiten Wanderungsgeschehen. Klaus J. Bades grundlegendes Buch überblickt die europäische Wanderungsgeschichte vom Ende des 18. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Es zeigt den Problemstau in Sachen Migration, Integration und Minderheiten. Und es fragt nach den Antworten, die das Europa des 21. Jahrhunderts dafür finden muss. (Quelle: Verlag)
Die demographische Zeitenwende Der Bevölkerungsrückgang in Deutschland und Europa
von Herwig Birg
C.H.Beck, München - 2005
Während die Weltbevölkerung dramatisch zunimmt, geht die Bevölkerung in Deutschland und Europa seit einigen Jahrzehnten kontinuierlich zurück. Das hat weitreichende Auswirkungen auf die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Strukturen der europäischen Nationalstaaten, die bis heute nicht angemessen beachtet werden. Herwig Birg stellt nach einer demographischen Bestandsaufnahme die Szenarien und Simulationsrechnungen für das 21. Jahrhundert vor. Er erörtert auf dieser Grundlage die Folgen der demographischen Entwicklung insbesondere für das Renten- und Gesundheitssystem und wirft notwendige Fragen nach dem Verhältnis von Demographie, Politik und Ethik auf. Sein Buch ist eine unentbehrliche Einführung in eines der wichtigsten Themen der Zukunft. (Quelle: Verlag)
Schrumpfende Gesellschaft Vom Bevölkerungsrückgang und seinen Folgen
von Franz-Xaver Kaufmann
Suhrkamp, Frankfurt/Main - 2005
Das Altern der Bevölkerung gilt als zentrales gesellschaftliches Problem der Zukunft. In seinem neuen Buch zeigt der bekannte Sozialwissenschaftler Franz-Xaver Kaufmann, dass diese These falsch ist: Nicht das Altern der Bevölkerung ist das Problem, sondern deren Rückgang.
Es werden zu wenig Kinder in Deutschland geboren, und dieser Mangel lässt sich auch nicht durch Zuwanderung beheben. Diesen lang tabuisierten Aspekt des demographischen Wandels rückt Kaufmann ins Zentrum seiner Untersuchung und zeigt die Zusammenhänge zwischen demographischer, wirtschaftlicher und sozialer Stagnation auf. Solange die deutsche Politik sich der Bevölkerungsentwicklung nur fatalistisch anpasst, werden sich die wirtschaftlichen und sozialen Probleme langfristig verschärfen und die Zukunftsperspektiven in den kommenden Jahrzehnten weiter verdüstern. (Quelle: Verlag)






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