Ihr Leben: Rituale, die im Gebrauch ihres Körpers als Rohstoff künstlerischer, ästhetischer und ethischer Erfahrungen gründen. Marina Abramovic, die von Titos Jugoslawien, der täglichen Gewalt und der Allgegenwart der kommunistischen Partei geprägt wurde, bedient sich ihrer Erfahrungen, um die "Lebensästhetik" einer Frau "in ihrer Epoche" zu entwerfen. Ihre künstlerische Praxis, die in zahlreichen Performances Gestalt angenommen hat, gründet fast ausschließlich in seelischen und körperlichen Grenzerfahrungen. In dem Maße wie die Performance die herkömmlichen Kunstformen hinter sich lässt, öffnet sie sich einer ganzheitlichen Widerspiegelung des Lebens, in der die üblichen Unterscheidungen - Privatsphäre einerseits, Öffentlichkeit bzw. Kunst andererseits - keine Bedeutung mehr haben.
Marina Abramovic erhielt 1997 bei der Biennale in Venedig den Internationalen Großen Preis, die höchste Auszeichnung im Bereich der bildenden Künste.
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