Das Paradox der Maschine besteht darin, ein Erzeugnis des Menschen zu sein und zugleich die Enthumanisierung der Welt zu betreiben. So wie der Mensch, der sich von Gott abgewandt hat, mächtiger als sein Schöpfer wird, kann auch die als Werkzeug des Menschen konzipierte Maschine sich diesem gegenüber verselbstständigen und maßlose Kräfte entwickeln.
Lässt sich diese Umkehrung noch verhindern? Sind Computer und Handys nicht der schlagende Beweis dafür, dass diese Frage längst entschieden ist und die Werkzeuge, die die Welt unseren Bedürfnissen anpassen sollten, uns zu ihren Sklaven gemacht haben?
Gast der Sendung:
Der Philosoph Frédéric Vengeon promovierte über ein Thema der Renaissancephilosophie. Er ist Vizepräsident des "Collège international de philosophie" in Paris und verantwortlich für dessen Publikationen. Außerdem leitet er dort ein Seminar über die "Philosophie der Maschine". Gegenwärtig arbeitet er an einer philosophischen Anthropologie der Technik. Vengeon veröffentlichte unter anderem "Le temps dans la pensée de Saint Augustin" (Le Temps, Vrin 2007) und "Mathématiques, création et humanisme chez Nicolas de Cues" (Revue d'histoire des sciences, 2006).






per E-Mail verschicken
Facebook
Twitter
RSS

