In anderen seiner Essays schildert Fuller einige der Projekte, an denen er beteiligt war. So schreibt er zum Beispiel über die modifizierte Suchmaschine "Natural Selection", die von der Künstlergruppe Mongrel im Jahre 1998 programmiert wurde. "Natural Selection" führte Internet-User, die nach Websites mit rassistischen Inhalten suchten, bewusst in die Irre: Sie landeten statt bei den gesuchten rechtsextremen, nationalistischen und rassistischen Sites auf speziell konzipierten Websites, die von Künstlern erstellt worden waren, die einen ziemlich konträren Standpunkt vertraten.
Matthew Fuller ist auch dafür bekannt, dass er während der 90er Jahre zusammen mit Simon Pope und Colin Green Mitglied des Kollektivs I/O/D war. Diese Gruppe leistete damals künstlerische Pionierarbeit mit der Entwicklung einer revolutionären Browseralternative: "The Webstalker" ist eine Applikation, die den Fluss der Datenströme im Internet sichtbar macht und somit im Vergleich zu herkömmlichen Browsern eine völlig neue Websurf-Erfahrung beschert. In Zusammenarbeit mit Graham Harwood entwickelte Fuller TextFM; mit diesem Programm, das jeder auf seinem Rechner installieren kann, lassen sich SMS-Nachrichten in von einer Computerstimme gesprochenen Text umwandeln, der dann z.B. im Radio gesendet werden kann.
Darüber hinaus gehört Matthew Fuller zu den Gründungsmitgliedern von runme.org, einer Website, die sich dem Thema Softwarekunst verschrieben hat.
- arte-tv.com mit The Web Stalker
Symposium
>> Mehr zum Symposium "Programmation orientée art"
Links
>> Behind the blip : essays on the culture of software
>> It looks like you're writing a letter
>> Natural Selection
>> Mongrel
>> I/O/D
>> Graham Harwood
>> runme.org
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Kultur Digital
Software goes Art
19.- 20. März 2004
CRECA Paris
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