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Das European Media Art Festival in Osnabrück - 22/05/09

Medienkunst-Datenbanken: Suchen, Entdecken oder Mitschwimmen

Ein Artikel von Jens Hauser


Wie lassen sich Medienkunstarbeiten angemessen archivieren und via Internet zugänglich machen? Welche Interfaces können helfen, jenen Werken über die reine Text- und Bildinformation hinaus gerecht zu werden? Waren die Ordnungskategorien bei Film und Video noch recht überschaubar, so nehmen mit der Explosion der Formen und der Verbreitung installativer und multi-sensorischer Medienkunst auch die Schwierigkeiten zu, sie im vermeintlichen digitalen Hypermedium zu erfassen. Wie lassen sich hier überhaupt noch operative Suchfunktionen gestalten? Kann man die Daten auch ausserhalb der gewohnten Bildschirmsituation, z.B. mit haptischen Interfaces im Raum darstellen? Die EMAF-Konferenz „From Archive to Living Database“ gab Projekten für Medienkunstarchive ein Forum und fragte nach intuitiven Formen, sie attraktiv zu machen.

Die Plattform Mediaartbase.de wird künftig die Bestände des Documenta Archivs Kassel/DOKFEST, des EMAF und des Zentrums für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe ZKM zugänglich machen, und der "Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut" dienen.

"Videokunst per Mausklick" ? Das Inter Media Art Institute IMAI in Düsseldorf widmet sich seit 2006 dem Vertrieb von Videokunst und künstlerischem Film, sowie von Medienkunst bis hin zu komplexen Rauminstallationen.

Als Datenbank etabliert ist seit Jahren bereits das Portal netzspannung.org vom Fraunhofer Institut. Um das Erkunden des Datenraums "flüssiger" zu machen und dem Nutzer unvorhergesehene Entdeckungen zu ermöglichen, wurde das dynamische Inteface Medienfluss/Media-Flow eingerichtet.

"MediaArtHistories" - Eine andere Kunstgeschichte
herausgegeben von Oliver Grau
>> Unser Artikel lesen
Das Web-Archiv Virtualart gehört zu den ersten Initiativen seiner Gattung, und ist auf Initiative auch mit den Netzwerken zur Erforschung von Medienkunstgeschichte verknüpft, die ihre Ergebnisse nun alle zwei Jahre auf einer internationalen Konferenz vorstellen - die nächste ist Re:Live in Melbourne im November 2009.

Der Erforschung, Vermittlung, Archivierung und Publikation von Medienkunst und Medientheorie widmet sich auch ganz zentral das Ludwig Bolzmann-Institut in Linz. Neben dem Ars Electronica Online-Archiv betreibt das Institut Forschung im Bereich semantische Netze zur Optimierung von Suchfunktionen: das SAMY-Projekt, Single Point of Access Semantic Media Repository Framework.

Beteiligt ist das Ludwig Bolzmann-Institut ebenfalls am europäischen GAMA-Projekt - dem "Gateway to Archives of Media Art". Das 2007 von 19 europäischen Kulturinstitutionen ins Leben gerufene Portal soll einen gemeinsamen Online-Zugang zu europäischen Archiven der Medienkunst zu schaffen, wo KuratorInnen, KünstlerInnen, ProfessorInnen und Studierende in den europäischen Medienkunst-Sammlungen recherchieren können.

Auch zu sehen

Die Ausstellung "You_ser 2.0: Celebration of the Consumer"
vom 05. Mai bis zum 30. August 2009
im ZKM - Karlsruhe
>> Mehr Informationen
Mit der Ausstellung YOU_ser 2.0: Celebration of the Consumer widmet sich das ZKM den Auswirkungen der netzbasierten, globalen Kreation auf Kunst und Gesellschaft und zeigt erstmals in technisch avancierten Installationen den Zusammenhang zwischen »user generated content« und zeitgenössischer Kunst.

Festival

EMAF 2009
Das European Media Art Festival
vom 22. bis 26. April 2009
in Osnabrück
>> Offizielle Website
>> EMAF Kongress: "From Archive to Living Database"

Erstellt: 20-04-09
Letzte Änderung: 22-05-09


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