Videoausschnitte der Reportage (real video - 2 Min.24)
Videoausschnitt der Performance "Transspermia"
Marcel.li Antunez RocaMekatronische Kunst, so nennen ihre Erfinder die Fusion von Robotik, Informatik und Theater. Mit seinem Projekt „Daedalus“ experimentierte Marcel.li Antunez Roca aus Barcelona, 2003, auf Parabol-Flügen, mit der Schwerelosigkeit. Dank der Sensoren an seinem Körper kann er durch bloße Bewegungen Objekte um sich herum kontrollieren. Ein kleiner Schritt für den Künstler, ein großer Schritt in ein neues Theater-Zeitalter. Das Herz der Installation befindet sich in einem Koffer. Darin bewahrt er nämlich sein Sensoren-Skelett auf.
Marcel.li Antunez Roca: "Wir werden jetzt unsere Umwelt neu wahrnehmen, mit Sinnen, die unser Körper nicht besitzt. Zum Beispiel, wie ein Delphin, der sich mit Hilfe von Magnetfeldern orientiert, oder wie eine Fledermaus, die sogar Nachts sehen kann, obwohl es stockdunkel ist."
Seit 1998 ist Marcel.li mit seinem Stück „Afasia“ auf Tournee. Bilder, Instrumente, Video und Ton: er allein kontrolliert die komplette Multimedia-Installation. Marcel gehörte 1979 zu den Mitbegründern der Performance-Theater-Truppe „La Fura dels Baus“.10 Jahre lang war er dort künstlerischer Leiter. Während der extremen Aufführungen, steht das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes mitten im Geschehen. 1994 schafft Marcel mit „Epizoo“ auch als Solo-Künstler den Durchbruch in der internationalen Kunst-Szene. Bei dieser Installation kann der Zuschauer mit Hilfe eines Computers verschiedene Körperteile des Künstlers Stimulieren und bewegen.
Franck II LouiseBei „Franck II Louise“ bestimmt die Choreografie gleichzeitig die Körperbewegungen und die Musik. Die Tänzer werden zur Human Beat Box. Für 20 Minuten Show, hat das Duo sechs Monate lang Tag und Nacht geprobt.
Franck II Louise: "Jede Bewegung triggert einen Sound, ganz einfach! Dadurch wird der Körper zum Musikinstrument. Er spricht. Das sieht zwar alles einfach aus, aber es ist ein ziemlicher Akt. So banal das auch klingen mag, um auf seinem Körper gute Musik spielen zu können, muss man üben, üben, üben... "
Suguru GotoIm Institut für Musik und akustische Forschung IRCAM in Paris, stehen die interaktiven Installationen des Japaners Suguru Goto. Auch er experimentiert mit einem Sensoren-Kostüm. Bei Suguru Gotos Set steuert der Performer sowohl virtuelle Trompeter, Cellisten oder Perkussionisten als auch mechanische Roboter Arme, die auf echten Instrumenten spielen. Aber ob die Roboter jemals die Show so drauf haben werden wie der Mensch, ist fraglich. Noch spielt Homo Sapiens die erste Geige.
Suguru Goto: "Mit seinen Bewegungen steuert er das Roboter-Orchester. Vielleicht werden Roboter eines Tages ihre eigene Musik spielen, aber die klingt dann bestimmt nicht lebendig. Das werden wir Menschen immer besser können als die."
Videoausschnitte von "Transspermia" eine Performance von Marcel.li Antunez RocaLinks
Franck II Louise
>> Die offizielle Website von Franck II Louise
>> Franck II Louise bei Villette numérique 2004
>> Frank II Louise "Konnecting Souls : 1st Konnexion" beim Festival Tilt
Marcel.li Antunez Roca
>> Die offizielle Website von Marcel.li Antunez Roca
>> Marcel.li Antunez Roca beim Festival Emergence 2004
>> Marcel.li Antunez Roca "Transspermia " beim Festival Tilt
>> Bilder des Experiments "Daedalus"
>> Das Projekt "Daedalius" mit Hilfe von Arts Catalyst
>> Über die Projekte : Afasia und POL
Suguru Goto
>> Suguru Goto "Corps virtuel et corps augmenté" beim Festival Résonnance 2003
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TRACKS
Eine Reportage von Laure Troussière
Donnerstag, den 24. Februar 2005 um 23.25 Uhr
Wiederholung am Samstag, den 26.02 um 17.50 Uhr
Redaktion: ARTE France, Program33
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