Er hat als Drummer bei Beck, Yoko Ono und der John Spencer Blues Explosion auf den Putz gehauen. Jetzt hat Russel Simmins sich einen Traum verwirklicht und mit Men Without Pants seine eigene Band gegründet. Die New Yorker haben für ihr Debüt-Album Damon Albarns Lieblingsproduzenten Dan The Automator an Land gezogen. Nebst einer ganzen Latte von brillianten Musikern von Sean Lennon bis zu den Yeah Yeah Yeahs.
Kommen wir zu unserer Psychoanalyse mit Schallplatte. Russels Mission lautet: Finde zwei Platten im Flightcase, die etwas über wichtige Momente deines Lebens erzählen.
"Just Can't Get Enough" - Depeche Mode
Russel Simmins / Men Without Pants: "Das ist die erste Platte von Depeche Mode, mit einem der besten Elektro-Songs aller Zeiten drauf. Als ich das erste Mal von Depeche Mode hörte, war Elektro-Dance-Rock gar nicht so meins. Ich stand auf andere elektronische Bands. Aber das hat sich geändert, auch, als ich Dave Gahan kennenlernte, der in meinem Studio Aufnahmen machte. Außerdem war ich DJ, und habe ihre Songs oft aufgelegt, weil die Kids dann immer ausgerastet sind. (Der Song ist sehr mitreißend und tanzbar. Und dann dieser geniale, tiefe Synthie-Sound. Daniel Miller, Labelchef von Mute, hatte eine Band, The Normal. Die hatten diesen Sound in ihrer Single "Warm leatherette“. Kein Wunder, dass er Depeche Mode unter Vertrag genommen hat. In den Staaten fand man das lange total kitschig, aber es ist cool. Aufs Wesentliche reduziert."
"African Woman" - Fela Kuti
Russel Simmins / Men Without Pants: "Fela Kutis Platten gehören zu meinen Lieblings-Scheiben. Seine Alben sind wie ein langer Song, der sich über mehrere Platten erstreckt. Politisch war er für mich immer ein echter Haudegen. Er hatte als nigerianischer Künstler politisch wirklich was zu melden. Und sein Schlagzeuger Tony Allen ist einer meiner absoluten Lieblingsdrummer."
Album
"Naturally" von Men Without Pantsbei Vicious Circle
Jon Spencers Schlagzeuger Russell Simins und der hyperaktive Hip-Hop-Produzent Dan The Automator haben gemeinsam mit vielen Freunden eine Rock-CD aufgenommen, die es in sich hat. Das Ergebnis ist erwartungsgemäß explosiv.







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