Bisher hat Monk vor allem für die Stimme komponiert. Die Instrumente arrangierte sie möglichst einfach, um dem Gesang die größte Form von Freiheit und Entfaltung zu ermöglichen. Nach aktuellen Arbeiten für Streichquartett und Orchester, hat sie jedoch das bislang ungenützte Potential der Instrumente für sich entdeckt. Von „Stimmen als Instrumente“ hat sich nun Monks Interesse auf „Instrumente als Stimmen“ verlagert. Und ist Monks Werk vor allem modal geprägt, so unterscheidet sich „Impermanence“ durch ihre Anwendung der Chromatik sowie der Dissonanz, um sich dem Begriff „Unbeständigkeit“ musikalisch zu nähern. Denn Meredith Monk will dem Hörer einzig Impulse und flüchtige Einblicke geben, um ihm möglichst viel Raum für eigene Reflexionen und Assoziationen zur Verfügung zu stellen.
- Weitere Empfehlung:
V.A.„Blood, Muscle & Air: The Intimate Voice“
Sonic Arts Network
Die in London beheimatete Organisation Sonic Arts Network hat sich zum Ziel gesetzt, Sound in all seinen vielfältigen Ausdifferenzierungen zu erforschen. In Form von Konzerten, Unterricht, und der Finanzierung von Kompositionen und Projekten unterstützt und fördert die Institution experimentierfreudige Musiker dabei. Dreimal im Jahr erscheint in der Sonic-Arts-Network-CD-Reihe ein thematisches Album, das von einem Gastkurator konzipiert und zusammengestellt wird. Der Perkussionist und Sänger David Moss hat 14 außergewöhnliche Vokalisten zu seinem Projekt „Blood, Muscle & Air“ eingeladen. Moss langjährige Erfahrung im Bereich der Neuen Musik und als Sänger der Berlin Philharmoniker unter Sir Simon Rattle sowie dem Ensemble Modern, ist prädestiniert für dieses außergewöhnliche und bisher einzigartige Vokalprojekt. Denn die Vokalisten erhielten zur Orientierung einzig die Angabe, dass sie sich intensiv mit der Klangproduktion auseinandersetzen sollten, durch das körperliche Zusammenspiel von Blut, Muskeln und Luft. Das kreative Potential der Stimme wird von dem Obertonsänger Tran Quang Hai, dem Autodidakten Japp Blonk oder der japanischen Ausnahmesängerin und Shamisen-Spielerin Yumiko Tanaka auf verschiedenste Weisen ausgelotet, zwischen Poetry, Theater, Komposition, Improvisation und Interpretation. Wer sich für ungewöhnliche dafür aber inspirierende und innovative Musikexperimente interessiert, dem sei die Reihe von Sonic Arts Network wärmstens ans Herz gelegt.
Matthias Schneider







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