Samstag, 11. Februar 2012, um 17.20 Uhr (WH am 13. Februar um 23.40 Uhr)
Berlin ist die deutsche Metropole. Und das nicht nur, weil sie Bundeshauptstadt ist. Berlin ist so vielseitig, faszinierend und inspirierend wie kaum eine andere europäische Stadt. METROPOLIS entdeckt abseits des großen Filmfestival-Spektakels ein Berlin, wie wir es noch nicht kennen.
Wir ziehen mit dem Schriftsteller Imran Ayata durch seine Stadt. Er führt uns an besondere Orte und macht uns mit Menschen bekannt, die einen tiefen, intimen Einblick in das Leben der Stadt gewähren. Er selbst hat gerade einen neuen, aufregenden Roman veröffentlicht. „Mein Name ist Revolution“ - die Geschichte eines jungen, Berliner Radio DJ, Postmigrant der dritten Generation, der sich auf die Suche nach der großen Liebe und seinen türkischen Wurzeln macht. Ein Roadmovie quer durch Berlin.
Für Metropolis zeigt uns Imran Ayata sein Berlin. Wir besuchen mit ihm den Kultplattenladen „Hardwax“, denn für Ayata, der selber auch als DJ arbeitet, ist Berlin immer noch eine der Welthauptstädte des Techno. Statt zu den Berliner Sightseeing-Klassikern wie „Brandenburger Tor“ oder „Eastside Gallery“ führt uns Ayata in den Treptower Park. Auch hier ist die Ost-West Geschichte zu bestaunen: In Stein gemeißelte sozialistische Heldenverehrung der bombastischen Art.
Bei einem Mittagessen lernen wir Shermin Langhoff kennen, die Künstlerische Leiterin des Theater „Ballhaus Naunynstrasse“ . Langhoff hat aus dem kleinen Haus eines der erfolgreichsten Off-Theater der Stadt gemacht. Eine Bühne, auf der die Geschichten der Migranten erzählt werden. In Berlin Mitte erfahren wir, dass der hippe Stadtteil inzwischen so „in“ ist, dass die Künstler und Kreativen bereits wieder die Flucht angetreten haben. So wie Andreas Murkudis, lange Kurator im „Museum der Dinge“, der sich jetzt den Lebenstraum eines eigenen Ladens für schöne Dinge verwirklicht hat. Zunächst in Mitte, heute in einem alten Druckereigebäude im Stadtteil Tiergarten.
Wir besuchen die renommierte Fotografin Tina Winkhaus, die uns erzählt, warum es für sie keinen anderen Ort in Deutschland geben kann, um als Künstlerin zu leben und zu arbeiten. Auch weil Berlin die Stadt ist, die ihr die Motive für ihre verstörenden Arbeiten frei Haus liefert. Zum Schluss nehmen wir mit der Schauspielerin Pegah Feydoni einen Absacker im „Trust“. Einer von hunderten Bars in dieser Stadt, die niemals schläft….
Links:Homepage vom Ballhaustheater:
www.ballhausnaunynstrasse.deHomepage vom Hardwax Plattenladen (englisch):
www.hardwax.comShop von Andreas Murkudis:
www.andreasmurkudis.comHomepage von Tina Winkhaus:
tinawinkhaus.de