Schriftgröße: + -
Home > Videos auf ARTE.TV > Mexiko : Die « Deportierten » von Tijuana
Web videos
Schließen

Mexiko : Die « Deportierten » von Tijuana

Jeden Tag treffen die großen Omnibusse in Tijuana ein, die von Drogenschmugglern kontrollierte Kleinstadt liegt an der amerikanisch-mexikanischen Grenze. Begleitet von US-Sicherheitsbeamten ist die Stadt Endstation für illegale Einwanderer aus Mexiko oder lateinamerikanischen Ländern, die in amerikanischen Städten bei Routinekontrollen aufgegriffen worden sind.
In Tijuana werden sie nur die « Deportierten » genannt, viele von ihnen haben mehrere Jahre unbehelligt in den USA arbeiten und leben können. Weil diesen Menschen die Mittel fehlen und sie wegen ihres prekären Gesundheitszustands physisch oft nicht mehr in der Lage sind, in ihre Heimatgemeinden zurückzukehren, lassen sie sich wie die meisten ihrer Vorgänger an den Ufern eines ausgetrockneten Kanals nieder, der zwischen dem amerikanischen Grenzzaun und den nördlichen Vororten von Tijuana liegt.
In diesem Niemandsland versuchen sie zu überleben. Um bei den täglichen Razzien der mexikanischen Polizei unentdeckt zu bleiben, verstecken sich zahlreiche dieser « Deportierten » sogar im unterirdischen Kanalnetz der mexikanischen Grenzstadt.

17.05.2008 - Gwen Le Gouil, Jean-Laurent Bodinier und Anne Vigna - ARTE GEIE / Cargo Culte Production – Frankreich 2008