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Summertime (Real Audio, 1')
Générique (Real Audio, 1')
Time After Time (Real Audio, 1')Teure italienische Anzüge, schöne Frauen und schnelle Autos sind Miles Davis’ Markenzeichen, ab dem Moment, als er erstmals Bandleader ist. Das Publikum und die Öffentlichkeit liebt seine Musik, darüber hinaus aber ebenso sein extravagantes Image, das ihm die Bezeichnung „cool“ verleiht.
Auch seine Musik kokettiert mit dem Begriff, veröffentlicht er doch bereits 1949 ein Album mit dem Titel „Birth Of Cool“. Ab diesem Zeitpunkt sind Davis wilde Zeiten des Bebop vorbei. Das Album gilt als Wegbereiter des urbanen „Cool Jazz“, der in den folgenden Jahren sein Markenzeichen wird. Den Höhepunkt dieser Periode bildet die Aufnahme von „Kind Of Blue“, auf dem Davis’ Sextett ruhige, fast transzendentale Arrangements spielt, die von einer melancholischen Stimmung geprägt sind und durch sein originären Trompetenklang potenziert werden. Aus dieser Zeit stammt das Eröffnungsstück der Kompilation „Cool & Collected“, der Klassiker „So What“.
Die Live-Einspielung des Soundtracks zu Louis Malles „Fahrstuhl zum Schafott“ markiert Davis’ Popularität in Europa. Mit einem französischen Ensemble schöpft Davis einen der faszinierendsten Soundtracks der Filmgeschichte, dessen Entstehungsgeschichte detailliert in dem Dokumentarfilm „The Miles Davis Story“ geschildert wird. Und auf „Cool & Collected“ ist das Stück „Générique“ zu hören, das unmittelbar die Bilder der nächtlichen Streifzüge Jeanne Moreaus durch die leeren Straßen Paris’ hervorruft.
Doch Davis wäre nicht Davis, wenn er sich nicht ständig neu erfunden hätte. Ende der 60er Jahre holt er sich junge innovative Musiker in die Band und schenkt ihnen uneingeschränkten Freiraum für Jazzfunk- und Rockexperimente. Chick Corea, Dave Holland oder Joe Zawinul berichten in der Dokumentation „The Miles Davis Story“ sichtlich bewegt von der damaligen Zeit und ihrer Zusammenarbeit mit dem Ausnahmetrompeter.
Davis war ein exzessiver Mensch und sein hemmungsloser Lebensstil verpasst ihm in den 80ern für fünf Jahre ein Burnout. Als er urplötzlich wieder auf der Bühne erscheint, überrascht er erneut die Musikwelt mit den Alben „Decoy“ und „You’re Under Arrest“, auf dem sich die herrliche Cindy Lauper „Time After Time“ Interpretation findet.
Die Kompilation „Cool & Collected“ zeichnet sich durch eine hervorragende Zusammenstellung essentieller Stücke aus dem Oeuvre Miles Davis’ aus, und als besonderer Bonus gibt es den bisher unveröffentlichten Remix von „It’s About That Time“. Und Mike Dibbs Film „The Miles Davis Story“ ist mehr als „nur“ eine Ergänzung der Kompilation, sondern eine der besten Dokumentation über die Ikone des Jazz, über den unvergesslichen Miles Davis.
Matthias Schneider







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