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Freitag, 14. September 2007 um 20.40 Uhr - 14/09/07

Monsieur Max

Max Jacob: Dichter, Zeichner, Jude, homosexuell und rauschgiftsüchtig. Der Film zeigt das Leben eines feinfühligen Mannes, seine Jahre der Bohème im Bateau-Lavoir auf dem Montmartre, Paris, bis zu seiner Konvertierung zum Katholizismus und seinem Rückzug in das Kloster Saint-Benoît, wo die Gestapo ihn eines Tages festnimmt...
Jean-Claude Brialy in seiner letzten Rolle.

Exklusiv : Unterhaltung mit Jean-Claude Brialy

© Films En Stock/Frédéric Gaillard
Februar 1944, die Gestapo dringt in das Kloster Saint-Benoît-sur-Loire ein. Der Dichter Max Jacob wird festgenommen. Er ist ein zum Katholizismus übergetretener homosexueller Jude, der 40 Jahre zuvor zu der Bohème des berühmten Montmartre-Ateliers Bateau-Lavoir gehörte. Er war ein enger Freund Picassos, als dieser noch völlig unbekannt war. Auch Cocteau, Guitry und Jean Marais waren seine Vertrauten, mit denen er seine Zeit in Paris Anfang des 20. Jahrhunderts verbrachte.
Er hätte ein sorgenfreies und glückliches Leben geführt, wenn nicht das Jahr 1940 gekommen und er vier Jahre später nicht nach Drancy gebracht worden wäre, dort wo Millionen Männer und Frauen auf ihre Deportation Richtung Deutschland warteten. Doch Alice, eine junge Frau, der Max, als sie noch ein Kind war, seine ganze Liebe geschenkt hatte, wagt das Undenkbare, um ihn zu retten...

© Films En Stock/Frédéric Gaillard
Gabriel Aghion, 1955 im ägyptischen Alexandria geboren und in Paris aufgewachsen, realisierte 1983 seinen ersten Film, "La Scarlatine", der seine Jugend in Paris nacherzählt. 1991 folgte "Rue du Bac" und 1996 "Auch Männer mögen's heiß". Dessen Nachfolger "Pédale dure" lief 2004 in den französischen Kinos. Die Drehbücher zu seinen Filmen schrieb er selbst.

Autor Dan Franck hat an die 20 Werke publiziert, zu denen unter anderem "Les Calendes grecques" - Gewinner des Premier Roman Preises von 1980, "La Séparation", der 1991 den Renaudot-Preis bekam, "Nu Couché" (1998), "Les Enfants" (2003) und "Libertad!" (2004) zählen. Im Jahre 2000 erschien "Un siècle d'amour", das er in Zusammenarbeit mit dem Comic-Künstler Enki Bilal verfasst hat.

Jean-Claude Brialy wurde am 30. März 1933 in Aumale, Algerien, geboren, und ist am 30. Mai diesen Jahres in Monthyon, in der Nähe
© Films En Stock/Frédéric Gaillard
von Paris, gestorben. Nachdem er sein Abitur in Straßburg absolvierte, begann er ein Philosophiestudium und anschließend Schauspielunterricht am dortigen Konservatorium.
Durch François Truffaut kam Brialy zum Film. Mit seinen Rollen in Claude Chabrols "Die Enttäuschten" (1958) und "Schrei, wenn du kannst" (1959) wird er zum Star der Nouvelle Vague. So war er dann auch in Filmen von Jean-Luc Godard und Louis Malle zu sehen, oft in der Rolle des höchst eloquenten, zuweilen geschwätzigen Liebhabers und Verführers, der sich durch Eleganz und frivolen Zynismus auszeichnet, beispielsweise in Eric Rohmers "Claires Knie" (1970). 1971 hat er sein Regiedebüt mit "Eglantine", für den er eine Auszeichnung in San Sebastian bekam. Nach vorübergehender Konzentration auf die Regie stand er ab 1983 wieder vor der Kamera. Hervorzuheben sind seine Rollen in Francis Lerois' "Der Dämon der Insel" (1983), Claude Millers "Das schreckliche Mädchen" (1985) und in Chabrols "Inspektor Lavardin oder die Gerechtigkeit" (1986). Dass er zu Selbstironie in der Lage ist, zeigte er als Schmierenkomödiant in Daniel Janneaus "Der Debütant" (1986) und in Jean Marboeufs "Grand-Guignol" (1986). 1988 erhielt er den César für seine Rolle in André Téchinés "Die Unschuldigen" (1987). 1987 wurde er dann Direktor des Theaters "Bouffes Parisiens". In "Monsieur Max" kann man den großartigen Schauspieler in seiner letzten Hauptrolle erleben.


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Monsieur Max
Fernsehfilm von Gabriel Aghion
Drehbuch: Dan Franck, Kamera: Patrick Ghininghelli, Musik: Antoine Duhamel, Kostueme: Eve-Marie Arnault, Redaktion: Isabelle Huige, Schnitt: Luc Barnier; Ausstattung: Bertrand L'Herminier; Ton: Didier Sain, Produktion: Film en Stock
Mit: Jean-Claude Brialy (Max Jacob), Dominique Blanc (Alice), Guillaume Gallienne (der junge Max Jacob), Féodor Atkine (Picasso), Jean-Claude Dreyfus (Sacha Guitry), Ilona Bachelier (die junge Alice)
ARTE France, Frankreich 2006, 87 Min.
Wiederholung am 15. September um 01.00 Uhr und am 23. um 15.50 Uhr



Erstellt: 31-08-07
Letzte Änderung: 14-09-07