Seit dem 11. September 2001 stehen sie plötzlich im Mittelpunkt des internationalen Interesses. Man stellt sich die Frage, wie die Anhänger des Islams diese Ereignisse sehen, die die westlichen Gesellschaften erschüttert haben. Oft sind nur die Stimmen der Radikalsten unter ihnen zu hören, mit negativen Folgen für die ganz normalen Gläubigen, die ihren Glauben unter Achtung der staatlichen Ordnung ausüben. Sie sind denn auch die große Mehrheit der europäischen Muslime, die heute im Forum zu Wort kommen.
Studiogast
Soheib Bencheikh, Islamforscher, ehemaliger Mufti von Marseille
- Reportagen
Deutschland: Bekenntnis gefragtJournalist: Anne Richard
Seit dem 1. Januar 2006 haben die Ausländerbehörden des Landes Baden-Württemberg die Möglichkeit, einbürgerungswillige Muslime anhand eines Gesprächleitfadens auf ihre Einstellung zum Grundgesetz zu prüfen. Einige Muslime empfinden das als diskriminierend, andere nehmen das Verfahren in Kauf, um sich ausdrücklich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung zu bekennen.
Frankreich: Respekt vermeidet KonfliktJournalist: Catherine Verger
In Tournon bei Valence gibt es ca. 300 praktizierende Muslime. In dieser Stadt mit 10 000 Einwohnern treffen sich die Gläubigen in einem beengten, vom Sozialamt zur Verfügung gestellten Raum, zum Gebet. Der Bürgermeister, der diese Situation für untragbar hält, hat seinen Gemeinderat davon überzeugt, dem Kauf eines Grundstücks für den Bau einer Moschee zuzustimmen. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.
Großbritannien: der organisierte Schock der KulturenJournalist: Frédéric Boisset
Laut einer vor kurzem durchgeführten Umfrage sprechen sich 40 % der britischen Muslime für die Anwendung der Scharia (der religiösen Gesetze des Islams) in mehrheitlich von Anhängern des Islams bewohnten Vierteln aus. Eine Folge der britischen Multi-Kulti-Politik der letzten Jahrzehnte? Wie reagieren die britischen Muslime, die da ganz anderer Meinung sind?
Und außerdem: Standpunkt, die aktuelle monatliche Rubrik von Olivier Duhamel






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