Mr. Oizo mischt Groove in seine „Computermusik“, er spielt mit den Klischees der 90er Jahre Dance-Musik und fügt noch einen guten Schuss Surrealismus hinzu.
Er produziert, remixt und zeichnet. Außerdem führt Quentin Dupieux alias Mr. Oizo bei absurden Filmen Regie, die mal mehr („Nichtfilm“ mit Sébastien Tellier) und mal weniger („Steak“ mit Éric und Ramzy) für einen kleinen Kreis bestimmt sind. Aber Mr. Oizo wurde vor allem 1999 durch seinen internationalen Hit „Flat Beat“ bekannt.

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Die Hauptfigur des zugehörigen Videoclips ist die schlaffe gelbe Puppe Flat Eric, die auch auf dem Cover von „Lambs Anger“ zu sehen ist: Ganz im Stil von „Ein andalusischer Hund“ wird ihr gleich mit einem Rasiermesser durchs Auge geschnitten. Ist das dritte Album des Elektronikers (ganz zu schweigen von der Filmmusik zu „Steak“) surrealistisch?
Zu Beginn der CD kündigt eine weibliche Stimme an: „Nun folgt Computermusik“. Eine elektronische Musik, die er verbiegt, revidiert, ausschmückt.
Schon sein letztes Album „Moustache“ machte Spaß. Auf „Lambs Anger“ kippt die Parodie allerdings fast in schlechten Geschmack um. Oizo revidiert die Dance-Musik: „Cut Dick“ ähnelt mit seinen wahnsinnig funkigen Rhythmen „How Gee“ von Black Machine, „Bruce Willis is Dead“ erinnert an den bekannten Disco-Hit „James Brown is Dead“ von L.A. Style Anfang der 90er… Die Ode an den Larsen-Effekt im Stück „Lars Von Sen“ macht deutlich, dass der komische Kauz Oizo vor allem eine Art dadaistischer Electro-Poet ist.
Emmanuel Dosda