Nur einen Steinwurf entfernt vom Eifelturm steht das neue Museum für die Künste Afrikas, Asiens, Ozeaniens und der nichtabendländischen Zivilisationen Nord- und Südamerikas. Die Dokumentation liefert alle Hintergrundinformationen zu diesem kulturellen Großprojekt: Wie entstand die Idee für das neue Museum? Was sprach für den Entwurf des französischen Stararchitekten Jean Nouvel? Und warum wurde die Bezeichnung "Museum der Primitivkunst" schließlich als wissenschaftlich und politisch untragbar angesehen?
Im Juni 2006 wurde das "Musée du Quai Branly" von Staatspräsident Jacques Chirac und UN-Genralsekretär Kofi Annan eingeweiht. Seitdem reißen die Besucherströme nicht ab: Es ist das Kulturereignis des Sommers.Hinter dem kurzen Titel verbirgt sich das "Museum der Künste Afrikas, Asiens, Ozeaniens, und der nichtabendländischen Zivilisationen Nord- und Südamerikas", in dem fortan als Dauerausstellung etwa 3.500 Exponate zu sehen sind. Die Masken, Werkzeuge und Gewänder sind eine Auswahl von dem Kunsthändler Jacques Kerchache aus den etwa 300.000 Objekten, die bislang auf die beiden großen ethnologischen Sammlungen der französischen Hauptstadt verteilt waren: das "Musée de l'Homme" im Palais Chaillot und das "Musée national des Arts d'Afrique et d'Océanie" im Palais de la Porte Dorée.
Die Grundidee Kerchaches war, die historischen Sammlungen aus den verstaubten Fängen der Forschung zu befreien und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So werden aus historischen Handwerken Kunstwerke - eine Umdeutung, durch die das Museum zur Begegnungsstätte zwischen verschiedenen Kulturen, aber auch zwischen Kunst, Kultur und Wissenschaft wird. Die einzigartige Architektur des Museumsgebäudes nimmt diese Idee auf und verweist mit seinen verschiedenen Baustilen nicht nur auf vergangene Zeitalter, sondern auch auf die zukünftigen.ARTE dokumentiert erstmals die Entstehungsgeschichte dieses Großprojekts, an dem neben Kerchache, viele Ethnologen, Anthropologen, Museologen, sowie Staatspräsident Jacques Chirac und der bekannte Architekt Jean Nouvel beteiligt waren.
Die Kuratorin der Sammlung, Christiane Naffah, spricht über die praktischen, wissenschaftlichen und ethnologischen Aspekte des Museums und stellt besondere Sammlungsstücke vor.






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