Folge 1: In den Vogesen, Oktober 1984. Der vierjährige Grégory Villemin wird tot in einem Fluss gefunden. Nicht nur die Justiz jagt den Mörder, auch unzählige Journalisten sind hinter dem Täter her. Ein Fall, der ganz Frankreich aufrütteln wird [...]Folge 2: November 1984. Die Justiz nimmt Bernard Longuet fest, muss ihn kurze Zeit später jedoch wieder freilassen, als sie Fehler im Verfahren entdeckt. Nun gerät Christine Villemin auf die Anklageliste der Presse [...]
Folge 3: Februar 1985. Christine Villemin ist zum Hauptziel der Presse geworden: Aussagen dreier Kolleginnen und neuerliche Schriftproben sprechen gegen sie. Als sie bemerkt, dass sie schwanger ist, können die Villemins dem Druck nicht mehr standhalten [...]
Folge 4: März 1985: Jean-Marie Villemin wird festgenommen. Die Medien klagen weiterhin Christine an und Schnüre, die in ihrem ehemaligen Haus gefunden werden, belasten sie. Der neu eingesetzte Kommissar Colonna will Tatsachen schaffen [...]
Folge 5: Juli 1985: Christine wird inhaftiert, aber später freigelassen und unter gerichtliche Aufsicht gestellt. In Freiheit, aber immer noch unter Tatverdacht, bringt sie ihr Kind zur Welt. Als sie vor Gericht aussagen soll, sind ihre Kräfte erschöpft [...]
Folge 6: Oktober 1987: Richter François rollt den Fall noch einmal von neuem auf. Kann er allmählich das Dunkel lichten? Und wenn nicht, ist es gerechter, das Verfahren einzustellen oder mit den Ermittlungen über den Kindesmord fortzufahren? [...]
Der 1953 auf Haiti geborene Raoul Peck wuchs in Zaire (Demokratische Republik Kongo) und in Frankreich auf. Er studierte zunächst Ingenieurwesen und Wirtschaft, bevor er als Fotograf und Journalist tätig war und an die Berliner Film- und Fernsehakademie wechselte. Seine Karriere als Regisseur und Autor führte ihn um die ganze Welt. Peck ist einer der wenigen internationalen Regisseure, die sowohl Dokumentarfilme als auch fiktionale Filme mit Erfolg produzieren. Sein Dokumentarfilm „Lumumba: La mort du prophète“ (1992), der die tragische Geschichte des afrikanischen Politikers Patrice Lumumba erzählt, sowie der daraus entstandene Spielfilm „Lumumba“ (2000) gewannen in Mailand, Amiens, Acapulco, Ouagadougou und Fribourg. Für den Spielfilm „Als das Morden begann“ (2005), der den Völkermord in Ruanda 1994 zum Thema hat, erhielt Peck den Preis für den besten Film beim internationalen Filmfestival Durban. Er war zudem Wettbewerbsteilnehmer bei der Berlinale 2006. Pecks filmisches Werk zeichnet sich durch technisch-künsterisches Können aus, welches mit Weitblick und dem Mut gepaart ist, unbequeme soziopolitische Probleme zu thematisieren.
Der Drehbuchautor, Schauspieler und Regisseur Pascal Bonitzer wurde 1946 in Paris geboren. Seit den 70er Jahren ist er im Filmgeschäft tätig und hat sich mit zahlreichen Produktionen auch über Frankreich hinaus einen Namen gemacht. Seine Arbeiten „Encore“ (1996) und „Petites coupures“ (2003), bei denen er Drehbuch schrieb und Regie führte, wurden für den Berlinale-Wettbewerb („Petites coupures“) und den César („Encore“) ausgewählt. „Encore“ gewann außerdem den Prix Jean Vigo. Sein Film „Rien sur Robert“ (1999) erhielt beim internationalen Filmfestival des Forts Lauderdale den Preis der Jury.
Die 28-jährige Französin Armelle Deutsch, die ergreifend die Mutter Christine verkörpert, hat mit 21 das Schauspielen zum Beruf gemacht. Für die Hauptrolle in der französischen TV-Serie „Élodie Bradford“ wurde sie 2007 beim Internationalen Filmfestival Luchon als beste Schauspielerin ausgezeichnet.Francis Renaud – er spielt den Vater Jean-Marie – wurde 1967 in Thionville geboren. Seit 20 Jahren hat er einen festen Platz im französischen Fernsehen. Sein eigener Kurzfilm „Over iode“ (1997) wurde beim Molodist International Film Festival in Kiew für den Preis des besten Films nominiert.






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