- 06.08.2008, 22.20 Uhr
Nanking 1937 - Tagebuch eines Massakers, Die Geschichte des Hamburgers John Rabe
Regie: Raymond Ley
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Ende 1937 wurde Nanking nach mehrmonatigem Kampf eingenommen. Zu diesem Zeitpunkt beschloss eine Gruppe von westlichen Pastoren, Ärzten und Geschäftsleuten, eine internationale Sicherheitszone einzurichten. Zum Vorsitzenden dieses Komitees wurde Rabe gewählt, der wegen seiner Nationalität und NSDAP-Mitgliedschaft bei den japanischen Soldaten Gehör finden konnte. Nach der Flucht der chinesischen Regierung wurde er in der Zone eine Art Bürgermeister und Polizeichef. Durch ständiges Vorsprechen bei den Japanern erreichte er, dass das Flüchtlingsrefugium anerkannt wurde. Auf dem Höhepunkt des Massakers fanden 250.000 Menschen in der Zone Zuflucht.
In dem Dokumentarfilm beschreiben drei der Überlebenden aus Rabes Garten John Rabe als warmherzigen Menschen, bei dem sie sich sicher fühlten. Sie erzählen aber auch, wie sie die Morde an ihren Vätern und Müttern mit ansehen mussten. Dass das Thema Nanking bis heute in Japan unbewältigt ist, zeigen die Interviews mit ehemaligen japanischen Soldaten. Sie berichten mit einem stolzen Unterton von Massenhinrichtungen und Missbrauch - auch an Kindern. Noch heute sorgt Nanking für Spannungen zwischen Japan und China, da die Japaner das Massaker von Nanking als "militärischen Zwischenfall" herunterspielen.






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