Kano. im Norden Nigerias. Noch vor einigen Tagen gehörte diese Farm zu den größten Geflügelzuchtbetrieben der Region. Bis das Virus H5N1 kam.Die nigerianischen Behörden sind hilflos. Dazu kommt die Leichtfertigkeit mancher Geflügelfarmer, die aus Angst vor finanziellen Verlusten die Krankheitsfälle nicht melden. Die Folge: die Vogelgrippe breitet sich in dem großflächigen Staat im Westen Afrikas immer weiter aus.
Ein Geflügelzüchter : “Wir hatten ungefähr 28.000 Tiere hier auf dieser Farm. Alle Sorten Geflügel. Und jetzt haben wir nichts mehr. Alles ist weg. Aus und vorbei.”
Hunderttausende Tiere sind bereits verendet. Ausgebrochen war die Seuche Anfang Januar, doch die Behörden schlugen erst einen Monat später Alarm - trotz der Gefahr, dass das Virus in der Zwischenzeit auf die anderen Regionen des Landes und sogar die Nachbarstaaten übergreifen könnte. Für diesen Mann gibt es dafür einen einfachen Grund: Die größten Geflügel-Farmer sind Politiker, angefangen beim Staatschef selbst.
Aoula Harouna, Vorsitzender des Verbands der Geflügelzüchter: “Erst als einer der Minister direkt betroffen war, haben sie plötzlich reagiert. Wenn die Regierung gleich etwas getan hätte, als die Krankheit zum ersten Mal aufgetreten ist, hätte sie sich nicht so weit ausgebreitet.”
Drei Autostunden weiter: der Niger - auf der anderen Seite der 1500 Kilometer langen Grenze. Zahlreiche Menschen passieren sie jeden Tag, ebenso Waren, Mastgeflügel - und natürlich Wildvögel. Auch hier Fragen über Fragen.
Was tun, damit man hier im Niger nicht die gleiche Katastrophe erlebt wie in Nigeria? Denn dass die Epidemie eines Tages auch hier eintrifft, daran zweifelt kaum noch jemand. Die Frage ist eigentlich nur noch wann.
Vor einigen Tagen beorderte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO in aller Eile ein deutsch-französisches Wissenschaftlerteam in den Niger. Dass es dem Land an Geld für ein Vorsorgeprogramm fehlt, war jedoch nur ein Grund dafür. Der andere war, dass Europa befürchtet, solche Zugvögel könnten das Virus nach Norden tragen. Da, in 150, 200 Meter Entfernung sind gerade ein paar Krickenten gelandet. Krickenten sind Zugvögel, die zwischen Europa, Asien und Afrika hin- und her pendeln. Das sind genau die Arten, die uns interessieren, denn in einem Monat werden sie gen Norden ziehen, nach Europa.
Normalerweise herrscht im Niger Jagdverbot. Doch die Zeit drängt. Die Wissenschaftler haben deshalb eine Sondergenehmigung erwirkt, um wenigstens ein paar Vögel abschießen zu dürfen. Angesichts der Dringlichkeit der Lage die einzige Möglichkeit, um Proben entnehmen und herausfinden zu können, ob das H5N1-Virus bereits über die Grenze gelangt ist:
“Wir versuchen das Virus in Kotproben zu isolieren, denn da ist die Wahrscheinlichkeit, es zu finden, am größten. In den Ländern, in denen gejagt wird, haben wir die Proben an abgeschossenen Tieren entnommen. In manchen Ländern, wie hier, ist die Jagd jedoch verboten, da mussten wir selbst einige Tiere abschießen. Das ging nur, weil es sich um eine echte Notsituation handelt. Nächstes Jahr haben wir vielleicht etwas mehr Zeit. Da können wir dann versuchen, die Tiere einfach nur einzufangen und sie vielleicht zusätzlich noch zu beringen, um noch mehr Informationen zu erhalten.”
Die Vogelgrippe gibt nach wie vor zahlreiche Rätsel auf. Eine Frage beschäftigt die Wissenschaftler ganz besonders: Wie wird das Virus, das erst vor kurzem in Afrika festgestellt worden ist, auf die neue Umgebung reagieren?
“Was wir überhaupt nicht wissen, ist, ob das Virus im Kontakt mit den neuen Lebensbedingungen, der neuen Umgebung möglicherweise mutiert, also eine neue Form des Virus entsteht mit einer ganz neuen Wirkung und neuartigen Erreger-Formen. Dass zum Beispiel ein sehr viel aggressiveres Virus entsteht, dass sich dann von hier aus auf die ganze Welt ausbreiten könnte. Afrika kann also durchaus als Auslöser für eine weltweite Epidemie fungieren, die notwendigen Voraussetzungen dafür sind hier vorhanden. außer vielleicht die Kälte. Ich denke, man sollte sehr sehr aufmerksam sein und Kontrollsysteme schaffen, damit wir sofort reagieren können, falls je eine aggressivere und möglicherweise sogar für den Menschen ansteckende Variante des Virus entstehen sollte.”
Die Gefahr, dass die Seuche auch im Niger ausbricht, ist augenblicklich groß. Deshalb bleibt nicht viel Zeit. Die Wissenschaftler wissen das. Die Proben sollen deshalb so schnell wie möglich nach Europa verbracht werden.
Auch Pater José ahnt die nahende Gefahr einer Epidemie. Der aus Spanien stammende Missionnar lebt seit mehr als 30 Jahren hier im Niger. Er betreibt in der Provinz Maradi im Süden des Landes, nicht weit von der Grenze, eine Krankenstation : « Wir sind hier nicht weit von Nigeria entfernt. Praktisch alles, was wir haben, kommt von dort. Hier in der Stadt werden viele Eier gegessen. Sie kommen alle aus Nigeria. Auch viele Hühnchen. Die großen Mastbetriebe befinden sich alle in Nigeria - nicht hier im Niger. Früher oder später werden also auch wir die Folgen zu spüren bekommen. Hier heißt es oft, wenn Nigeria einen Schnupfen bekommt, bekommen wir hier im Niger eine Lungenentzündung. Wenn es in Nigeria Probleme gibt, wirkt sich das automatisch auch auf uns aus, vor allem bei Problemen in der Landwirtschaft oder solchen Dingen wie der Vogelgrippe. »
Die Hauptsorge der Bewohner der Provinz gilt derzeit vor allem der Nahrungsversorgung. Der Niger hat gerade eine verheerende Hungersnot hinter sich. Und auch dieses Jahr fallen die Ernten nicht gerade üppig aus.Wenn viele neue Kornspeicher zu sehen sind, heißt das, dass die Ernte gut war. Und wenn keine solchen neuen Kornspeicher zu sehen sind, heißt das, dass die Ernte nur mittelmäßig war oder dass es überhaupt keine gab.
Und dieses Jahr gibt es nur wenige neue Kornspeicher - wie mit einem Blick zu erkennen ist.
Pater José ist hier ein bekannter Mann. Er ist in der ganzen Region sehr beliebt, auch weil er sehr viel für die Frauen tut.
Die Frauen bringen hier im Durchschnitt 8 Kinder zur Welt. Trotz humanitärer Hilfe herrscht im Niger nach wie vor Hungersnot. In der Provinz Maradi gibt es die landesweit größte Konzentration internationaler Hilfsorganisationen, von Überfluss kann dennoch keine Rede sein.
An diesem Tag haben nur Frauen mit Kindern Anrecht auf eine Ration Getreide. Ein Sack für zwei Familien. Mann kann sich leicht vorstellen, was passiert, wenn eine Seuche auch noch das Geflügel dahinrafft.
Pater José: “Die Menschen haben Angst. Wenn ich meine Freunde scherzhaft frage, ob sie heute Hühnchen gegessen haben, beteuern mir alle: Nein, nein, wir essen keine mehr. Aber im Busch wissen sie doch gar nicht, um was es da geht.”
Gerade diese im Busch lebenden Menschen versucht nun die Regierung zu erreichen. Ministerbesuch in einem abgelegenen Dorf, etwa fünfzig Kilometer von der Provinzhauptstadt Maradi entfernt. Im Gefolge des Regierungsvertreters: mehrere Ärzte und Tierärzte. Seit einer Woche reisen sie durch die Provinz, um die Menschen über die Gefahren der Vogelgrippe aufzuklären:
“Wenn ein Tier krank ist, wird es den gesamten übrigen Bestand anstecken. Das geht sehr schnell, innerhalb von einem oder zwei Tagen. Bei Hühnern wird der Kamm blau. Sie fangen an zu torkeln, Schaum rinnt aus dem Schnabel. Fassen Sie das Tier in einem solchen Fall nicht an. Es besteht auch Ansteckungsgefahr für Menschen.
Es ist streng verboten, Geflügel oder Eier aus Nigeria mit sich zu führen. Wir warnen alle. Wenn jemand unterwegs mit Hühnchen erwischt wird, bestrafen sie ihn und stecken ihn ins Gefägnis.”
Zum Schluss bittet der Minister des mehrheitlich muslimischen Landes die himmlischen Mächte um Beistand:
“Egal welcher Religion Ihr angehört, lasst uns gemeinsam zu Gott beten, damit unser Land verschont bleibt. Wir flehen Allah, den Allmächtigen, an. Er möge dafür sorgen, dass sich diese Krankheit nicht auf alle Länder der Welt ausbreitet.”
Trotz der ersten Verdachtsmomente, der vielen Gerüchte, der großen Wahrscheinlichkeit, dass ein Übergreifen der Seuche auf den Niger unvermeidlich ist, versucht der Minister weiter zu beschwichtigen:
“Die Krankheit ist noch nicht da. Weder bei den Vögeln noch bei den Menschen. Die Seuche ist noch nicht da, das sagen wir ihnen ganz klar. Es geht hier lediglich um Prävention. Weil es in Nigeria bereits Fälle gibt. Es geht darum, zu verhindern, dass die Seuche überhaupt in den Niger gelangt. Genau so ist das Ganze zu sehen.”
Ousman Gladima ist nicht der einzige, der durch das Land tourt. Acht Minister sind wie er unterwegs, um die Bevölkerung auf die Gefahren aufmerksam zu machen. Von aussen betrachtet mutet es wie ein Wettlauf gegen die Zeit an. Obwohl doch offiziell alles in bester Ordnung ist.
Auch die Medien werden für die Aufklärungsarbeit eingeschaltet - wie hier der kleine öffentliche Radiosender der Provinz Maradi RJM.
Eine Sondersendung zur Vogelgrippe. Dazu hat man einen Marabu eingeladen. Diese religiösen Stammesoberhäupter haben hier im Niger großen Einfluss. Doch es gibt zwei Arten von Marabus: die rückständigen, orthodoxen - und die fortschrittlichen - zu denen Hafis gehört: “Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass diese Krankheit wirklich existiert. Es gibt klare Anzeichen dafür. Wir müssen also die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen treffen.”
Die unterschiedlichen Marabus verbreiten jedoch teilweise völlig konträre Informationen. Die Behörden setzen bei der Aufklärung der Bevölkerung vor allem auf die fortschrittlichen unter ihnen.
Die Menschen in Maradi und Umgebung hören auf diese Männer. Im Kampf gegen die Vogelgrippe können wir dank ihrer Hilfe die notwendigen Informationen unter die Leute bringen, bevor die anderen, die solche Situationen gerne ausnutzen, Zweifel säen oder Unwahrheiten verbreiten. Wir nennen sie die “Rückschrittlichen”, denn sie akzeptieren die moderne Welt nicht.
Doch so sehr sich die Behörden und Medien auch anstrengen, die Fülle im Umlauf befindlicher Falschinformationen wächst und wächst. Und je näher die Vogelgrippe heranrückt, desto mehr Gehör finden diese “Ewiggestrigen”. Adamou Hamadou vermietet Marktstände. Hier nennen ihn alle den “Alten”. Er ist fest davon überzeugt, dass die Gefährlichkeit der Vogelgrippe bewusst stark übertrieben wurde.
Für uns ist das eine Krankheit der Weißen. Der Reichen. Eine europäische Krankheit, die zu uns nach Afrika gekommen ist. Wir werden ohnehin schon von den Europäern ausgenutzt. Am besten treffen wir unsere eigenen Vorsichtsmaßnahmen.
Hühner sind auf diesem Markt keine mehr zu finden, seit die Behörden Geflügeltransporte von einer Region zur anderen verboten haben. Die meisten Verkäufer kommen gleich gar nicht mehr.
Diese kleinen Geflügelhalter am anderen Ende der Stadt dagegen haben an ihren Gewohnheiten nichts geändert.
Hier leben Hühner, Enten, Tauben, Perlhühner auf engstem Raum mit den Menschen zusammen. Von Vorsichtsmaßnahmen wie Stallhaltung will hier niemand etwas wissen. Manche schlafen sogar mitten unter den Tieren. Für sie steht fest: Die Vogelgrippe existiert gar nicht : « Das sind doch alles Märchen. Schau Dir doch das Huhn an, es ist kerngesund. Wir wissen genau, dass die Amerikaner das alles nur erfunden haben. Sie wollen unseren Markt schwächen, weil sie das Monopol auf Hühnerfleisch verloren haben. Die Kunden werden unsere Hühnchen liegen lassen und ihre kaufen.”
Die Wut der Verkäufer ist groß. Seit Tagen kauft ihnen kaum mehr jemand etwas ab und wenn sie die Erklärungen der Behörden hören, haben sie den Eindruck, illegale Geschäfte zu betreiben:
“Die Behörden haben uns den Verkauf von Hühnchen verboten. Wir gelten hier schon als so etwas wie Dealer. Wir sind doch keine Kriminellen. Wenn wir unser Geflügel nicht verkaufen können, sind wir am Ende.”
Nur wenige Kilometer entfernt - eine völlig andere Situation. Wir sind hier beim größten Geflügelmäster des Landes. Haroun Labo hält 6 000 Hühner. Er hat beschlossen, die Empfehlungen der Regierung genaustens zu befolgen :
“Ich bin gerade dabei, meine Schuhe zu desinfizieren, bevor ich den Stall betrete. Ich habe sogar einen besonders großen Behälter aufgestellt, damit man ihn nicht übersehen kann.”
Vor einigen Tagen kam eigens ein Minister, um ihm die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zu erläutern. Angefangen bei der Aufstallung der Hühner.
Sie sind immer noch eingesperrt. Sie sehen ja, die Tore sind vergittert. Es gibt keinerlei Kontakt nach draußen. Das ist wie bei Aids. Am Anfang hat auch niemand geglaubt, dass die Krankheit wirklich existiert. Ich denke, sobald im Niger ein Vogelgrippe-Fall auftritt, wir man wohl oder übel das gesamte Geflügel keulen müssen. Das ist die beste Lösung, wenn die Menschen schützen will.”
Doch selbst die besten Vorsichtsmaßnahmen haben ihre Grenzen. Ein winziges Detail ist diesem Geflügelfarmer entgangen. Diese Perlhühner ebenfalls einzusperren, daran hat offensichtlich niemand gedacht.
ARTE: “Ist es nicht gefährlich, dass die Perlhüher frei herumlaufen?“
- Na ja, so ganz frei laufen sie ja nicht herum, wirklich gefährlich ist das nicht.
- Und wenn hier fremde Vögel vorbeikommen?
- Na ja, wenn hier fremde Vögel vorbeikommen, dann müssen wir vielleicht schon etwas unternehmen. Dann müssen wir sie vielleicht entfernen. Sie vielleicht auch nur verkaufen oder sie essen - das wäre noch besser.
Der Auftrag der deutschen und französischen Wissenschaftler ist beendet. Nach einer Woche Aufenthalt im Grenzgebiet haben sie genug Proben zusammen, um herausfinden zu können, ob die Vogelgrippe den Niger bereits erreicht hat. Morgen kehren sie nach Europa zurück, um die Proben dort genau zu untersuchen.
Die Proben kommen sofort in flüssigen Stickstoff, der hat minus 160 Grad.
Die richtige Aufbewahrung der Proben ist enorm wichtig. Sie dürfen auf keinen Fall verunreinigt werden oder sich zersetzen. Nur so kann das Virus überhaupt nachgewiesen beziehungsweise festgestellt werden, ob es sich in Afrika verändert hat.
Auf diese Weise gelangen die Proben genauso wie wir sie entnommen haben ins Labor. Das erhöht die Chancen, das H5N1-Virus in diesen Kotproben nachzuweisen zu können.
Wie das Ergebnis der Untersuchungen ausfallen wird, daran besteht für das europäische Team ebenso wie für die einheimischen Ärzte, die es begleitet haben, kein Zweifel: Der Ausbruch der Seuche im Niger ist für sie nur noch eine Frage von Stunden oder Tagen. Vor ihrer Abreisen geben die Wissenschaftler all jenen, die bald mit der Seuche zu tun haben werden, letzte Ratschläge:“Im Niger gibt es ganz klare Verdachtsmomente. Die Grenze ist kaum zu kontrollieren. Und die Tatsache, dass der Niger erst vier Wochen nach den ersten Anzeichen Alarm geschlagen hat, führte dazu, dass noch vier Wochen lange ungehindert Geflügel importiert werden konnte. Wir werden das alles also sehr genau überwachen müssen. Überrascht wären wir auf keinen Fall.”
Offiziell ist aber auch an diesem Tag nach wie vor lediglich von Prävention die Rede.
Wir kehren an die Grenze zurück. Nigeria und der Niger gehen hier praktisch nahtlos ineinander über.
Eine klare Grenzellinie zwischen den beiden Staaten existiert nur auf der Landkarte. Über zahlreiche Schlupflöcher können Waren oder auch Tiere über die Grenzen gebracht werden. Das wissen alle - auch die Zöllner.
Trotzdem haben sie in den letzten Wochen ihre Kontrollen verstärkt. Alle aus Nigeria kommenden Fahrzeuge werden gründlich durchsucht, um sicher zu gehen, dass keine Eier und kein Geflügel aus dem Nachbarland in den Niger gelangen. Der Grenzschützer Harou ist sich der Bedeutung seiner Aufgabe bewusst.
Wir müssen wirklich aufpassen. Wir müssen hart bleiben. Die Krankheit ist sehr gefährlich und sie muss gut überwacht werden, um das ganze Volk zu schützen.
Trotz des Verbots versuchen jedoch immer wieder Leute, Waren aus Nigeria einzuführen, meist über Schleichwege im Busch.
Deshalb schwingt sich Grenzschützer Harou zweimal am Tag auf sein Motorrad und unternimmt eine Patrouilllenfahrt. Angesichts der Größe des zu überwachenden Gebiets jedoch ein eher aussichtsloses Unterfangen.
Zwei Wochen lang hat der Niger mit seinen wenigen vorhandenen Mitteln versucht, das Unvermeidliche zu verhindern.
Doch angesichts eines Virus, der keine Grenzen kennt und über den man in Afrika nach wie vor viel zu wenig weiß, reicht guter Wille allein nicht aus.
Am Abend des 28. Februar war es dann soweit Im Fernsehen: “Das H5N1-Virus wurde bei einem Enterich und einer Ente nachgewiesen. Wir brauchen hier unbedingt die Hilfe der internationalen Gemeinschaft.”
Das arme afrikanische Land Niger reihte sich offiziell in die wenig beneidenswerte Gruppe der von der Vogelgrippe betroffenen europäischen und asiatischen Staaten ein.







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