Der griesgrämige alte Dickkopf Sully Sullivan wohnt seit Jahren zur Untermiete bei seiner ehemaligen Lehrerin Miss Beryl, einer liebenswürdigen, alten Dame, der er seit dem Tod ihres Mannes eine große Stütze ist. Die beiden bilden ein eingespieltes Team und setzen sich vehement gegen Miss Beryls habgierigen Sohn Clive zur Wehr.
Seinen Lebensunterhalt verdient Sully mit Gelegenheitsjobs für den Bauunternehmer Carl Roebuck. Die beiden verbindet eine Art Hassliebe, die sie unter anderem in einem amüsanten und listigen Kleinkrieg um einen Schneepflug austoben.
Als Sully eines Tages eine Autopanne hat, hält zufällig sein Sohn Peter an, den er kaum gesehen hat, seit Sully vor 30 Jahren Frau und Kind verlassen hatte. Nach Sullys allabendlichem Kneipenbesuch trifft er Peter erneut auf der Straße. Der erzählt von seinen Eheproblemen und seiner Kündigung als Universitätsdozent. Schließlich fahren Vater und Sohn zu Sullys verfallenem Elternhaus. Dort angekommen, wird selbst der verschrobene Sully sentimental. Kindheitserinnerungen, die von Gewalt und Alkohol geprägt sind, steigen in ihm hoch und erinnern ihn daran, dass er den selbst erlebten Vater-Sohn-Konflikt auf keinen Fall wiederholen und eigentlich ein besserer Vater hat sein wollen.
In der darauf folgenden Zeit kommen Sully und Peter sich näher. Der verschrobene Dickkopf Sully entdeckt die Freuden eines Lebens als Vater und Großvater. Als ihm die Möglichkeit geboten wird, ein neues Leben im entfernten Tropenparadies Hawaii zu beginnen, entscheidet er sich gegen diesen Neuanfang und für sein altes - durch Sohn und Enkel bereichertes - Leben.
Drehbuch nach dem gleichnamigen Roman von Richard Russo
Paul Newman erhielt 1994 für seine Darstellung den Preis als bester Schauspieler der New Yorker Filmkritiker und ein Jahr später den der Nationalen Gesellschaft der Filmkritik Amerikas und den Silbernen Bären der Berlinale. Außerdem wurden er 1995 als bester Schauspieler und Robert Benton für die beste Drehbuchadaption für einen Oscar nominiert.
Das Lexikon des Internationalen Films schreibt zu "Nobody's Fool": "Eine vor dem lebendig einbezogenen Hintergrund einer amerikanischen Kleinstadt angesiedelte Beschreibung alltäglicher Menschen und Schicksale. Ohne die Bürde dramatischer Bedeutungslast werden menschliche und gesellschaftliche Veränderungen aus komischen, nachdenklichen und anrührenden Situationen sichtbar. Dank behutsamer Regie und einfühlsamer Darsteller ein reines Vergnügen und ein bewegendes Kinoerlebnis."






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