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Vom 4. April bis 4. Juli 2011 strahlt ARTE siebzehn Dokumentationen aus der Reihenfolge "Baukunst" aus.

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Vom 4. April bis 4. Juli 2011 strahlt ARTE siebzehn Dokumentationen aus der Reihenfolge "Baukunst" aus.

Baukunst

Baukunst - 21/12/09

Das Kongresszentrum in Rom

Architekt: Adalberto Libera


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"E 42" steht für Esposito 1942, für ein von Benito Mussolini in Auftrag gegebenes Bauprojekt anlässlich der Weltausstellung in Rom im Jahr 1942. Eines der wichtigsten Gebäude dieses Bauprojektes war eine monumentale Kongress- und Empfangshalle, die von dem Architekten Adalberto Libera errichtet wurde. "Baukunst" wirft einen Blick auf die Geschichte der faschistischen Architektur in Italien.

Benito Mussolini, "Il Duce" - faschistischer Diktator Italiens und seit 1922 an der Macht - veranstaltete 1937 eine Ausschreibung für das Bauprojekt "E 42": Für die Weltausstellung 1942 sollte eine neue monumentale Stadt, ein neues imperiales Rom errichtet werden. Das sogenannte "Dritte Rom" sollte mit seinen überdimensionierten Bauwerken den kommenden Jahrhunderten von der Größe des faschistischen Italiens künden.

Der Zuschlag für eines der wichtigsten Gebäude zur Weltausstellung, die Kongress- und Empfangshalle, ging an Adalberto Libera (1903 - 1963). Er galt unter Mussolini als Pionier der Moderne. Libera schloss sich bereits in den 20er Jahren, wie viele andere europäische Architekten, dem Rationalismus an, der eine neoklassizistische, an antike Vorbilder angelehnte Bauweise ablehnte, aber auf eine moderne funktionale Architektur setzte. In Italien verbündete sich die Moderne jedoch schnell mit der faschistischen Ideologie. Adalberto Libera war nicht nur ein architektonischer Neuerer, sondern zugleich ein treuer Anhänger Mussolinis. Die Moderne wich dem Monumentalstil.

Das römische Kongresszentrum übersteigt in seiner Erhabenheit das Vorstellungsvermögen des Betrachters: Es wurde eine wahre "Basilika" - wie Libera selbst schrieb - errichtet. Ein "Tempel", in dessen riesigem Hauptsaal das römische Pantheon, das glanzvollste Gebäude der antiken Welt, Platz fand. Maßstab war hier nicht mehr der Mensch, sondern der historische Bezug: Die theatralische, größenwahnsinnige Architektur stand ganz im Dienst der Massenveranstaltungen und der Machtrepräsentation des faschistischen Regimes.
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Das Kongresszentrum in Rom
Dokumentationsreihe, Frankreich 2005, ARTE F, Synchronfassung, Stereo
Regie: Richard Copans

Baukunst
Freitag 11. Dezember 2009 um 04.30 Uhr
Keine Wiederholungen
(Frankreich, 2006, 26mn)
ARTE F

Erstellt: 12-08-09
Letzte Änderung: 21-12-09


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