Regie und Buch: Hannes Stöhr
Kamera: Florian Hoffmeister
Schnitt: Anne Fabini
Ton: Frank Kruse
Musik: Florian Appl
Mit: Megan Gay (Kate), Luidmila Tsvetkova (Elena),Florian Lukas (Rokko), Erdal Yildiz (Celal), Miguel de Lira (Sargento Barreira), Péter Scherer (Gabor), Boris Arquier (Claude), Rachida Brakni (Rachida)
In Moskau strömen die Fans ins Stadion zum Champions League Finale zwischen Galatasary Istanbul und Deportivo La Coruña, in ganz Europa versammeln sich die Fußballfans vor den Bildschirmen, überall herrscht Fußballfieber. Zur gleichen Zeit wird in einem Moskauer Hinterhof die englische Kunsthändlerin Kate überfallen. Koffer, Handy, Papiere – alles ist weg. Doch ein glücklicher Zufall will, dass die Rentnerin Elena zur Stelle ist, die Kate zur Polizeiwache begleitet. Keine der beiden spricht die Sprache der anderen, dennoch verstehen sie sich ausgezeichnet. Allerdings hat die Polizei alle Hände voll zu tun, um die Fußballfans der Mannschaften des Champion League Finales in Schach zu halten. Die Polizisten sprechen kaum Englisch. Im Moskauer Olympiastadion fällt unterdessen das erste Tor für Deportivo La Coruña als Kate die Initiative ergreift…In Istanbul beschäftigt sich der Berliner Student Rokko mit der Reisefinanzierung seiner Türkeitour. Wozu hat man schließlich eine Versicherung? Doch der schwäbelnde Taxifahrer Celal, den Rokko nach einem vorgetäuschten Überfall um Hilfe ruft, entpuppt sich als Störfaktor des wohldurchdachten Plans: der Taxifahrer will den Räubern selbst nachsetzen und Rokko kann ihn nur mühsam davon überzeugen, dass ihm allein die Polizei helfen könne. Als Rokko den hilfreichen Taxifahrer endlich los wird, fehlt nur noch das Protokoll für die Versicherung, doch die türkischen Polizeibeamten zweifeln an Rokkos Geschichte. Inzwischen fällt in Moskau das zweite Tor, es steht 1:1 und Rokko kommt mächtig ins Schwitzen…
In Spanien kommt der ungarische Geschichtslehrer nach langer Pilgerreise auf dem Jakobsweg im Wallfahrtsort Santiago de Compostela an. Ausgerechnet hier wird dem schwermütigen Ungarn die Digitalkamera gestohlen und mit ihr die im Bild festgehaltenen Erinnerungen seiner Reise. Der galizische Polizist Barreira bleibt gelassen. Es bleibt Zeit für ein Schwätzchen, ein Gläschen, eine Siesta. Ein Missverständnis jagt das andere, dem Ungarn kommt vieles spanisch vor. In Moskau geht es unterdessen in die Verlängerung.
In Berlin läuft es gar nicht gut für Claude und Rachida, ein französisches Straßenkünstlerpärchen. Das Publikum ist zwar begeistert, aber nicht sehr spendabel. Als dann auch noch eine Autopanne ihre Pechsträhne krönt, ist für Claude die Zeit zum Handeln gekommen. Wo kann man sich in Berlin so überzeugend überfallen lassen, dass die Versicherung zahlt? Berlins Vorstädte erweisen sich als weniger geeignet. Kreuzberg hingegen scheint für Claude der geeignete Ort, Rachida ist von der Idee allerdings nicht überzeugt. In Moskau kommt es zum Elfmeterschießen und in Berlin fährt die Polizei an einem heftig streitenden Pärchen vorbei.
"One Day in Europe" spielt lustvoll mit Klischees – und beweist ein feines Gespür für absurden, lakonischen Humor: Die Menschen reden hier mit Händen und Füßen aneinander vorbei, was immer wieder in hinreißender Situationskomik gipfelt. Eine Hommage an Europa und seine vielen Kulturen und eine Utopie der Überwindung.






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