Im Focus: die Literaturen von Mittel- und Osteuropa. Unser Dossier geht für Sie auf Entdeckungsreise von Albanien über die CSSR, Ungarn, Polen, Kroatien, Serbien nach Slowenien, dem Schwerpunktland auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse
AlbanienOrnela Vorpsi: Das ewige Leben der AlbanerDie junge Albanerin erzählt von einer Jugend in dem vergessensten Land Europas. Ein überzeugendes Debüt und ein Panoptikum des Grauens.
Serbien und KroatienBora Ćosić: Die Reise nach AlaskaEin wunderbar gelungenes, poetisch-reflexives Buch: eine Reise im Jahr 2005 nach „Alt-Jugoslawien“, dem „Alaska unseres früheren Lebens“.
Bogdan Bogdanović: Die grüne SchachtelÜber Jahre hat Bogdan Bogdanović Träume und Gedanken aufgeschrieben und sie in einer Schachtel vor der Selbstzensur geschützt. Nun öffnet er „Die grüne Schachtel“ und lässt seine Leser darin stöbern.
PolenWojciech Kuczok: DreckskerlPolens gefeierter Jungautor Wojciech Kuczok schafft mit seiner „Antibiografie“ einen frech-melancholischen Roman über eine schmerzvolle Kindheit in der schlesischen Industriestadt Chorzów.
Ryszard Kapuściński: Notizen eines WeltbürgersEin kleines Wunderwerk an Klarheit, Präzision, geistiger Freiheit, Wissen, Weisheit und Eleganz, das dem Leser literarische Glücksgefühle bescheren kann.
UngarnKrisztián Grescsó: Lange nicht gesehenMit seinem fulminanten Romandebüt um Aberglaube, Fremdenangst und Identitätssuche gibt der ungarische Autor Krisztián Grecsó seinen Lesern Rätsel auf. Sich darauf einzulassen, lohnt sich.
TschechienJáchym Topol: ZirkuszoneJáchym Topol ist ein Meister im Vermischen der Zeiten, der Systeme und der Geschichten.
Schwerpunktland SlowenienBesonders ausführlich wird dieses Jahr Slowenien auf der Buchmesse vorgestellt. Damit ist die Wahl auf ein Land gefallen, in dem die Literatur schon immer eine große Rolle gespielt hat. Vor gut 20 Jahren hat sich der kleine Staat zwischen Österreich, Ungarn, Kroatien und Italien seine Souveränität erkämpft. Dadurch war das Land das erste Mal in seiner Geschichte unabhängig. Dass die Slowenen auch in den vielen Jahren vor 1991 nie aufgehört haben, an ihrer eigenen nationalen Identität festzuhalten, liegt nicht zuletzt an ihrer Sprache und an ihrer Literatur.