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Erster Weltkrieg

Die Schlacht an der Somme im Norden Frankreichs war die blutigste und verlustreichste Schlacht des Ersten Weltkriegs.

Erster Weltkrieg

10/11/10

Papiergewitter

Der Erste Weltkrieg und die Medien


Zum ersten Mal in der Geschichte greifen Massenmedien wie Flugblätter, Plakate und Zeitungen in den Verlauf eines Krieges ein. Die Menschen waren einem wahren Papiergewitter ausgesetzt.

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Eine Ausstellung mit dem Titel "In Papiergewittern" im November 2008 in Straßburg dokumentierte, welche Medienflut die Propaganda des ersten Weltkrieges ausgelöst hat. Folgende Fragen hatten wir an Kurator Christophe Didier. Kommen Sie mit auf einen virtuellen Rundgang.

Der Erste Weltkrieg gilt in vieler Hinsicht als der erste moderne Krieg. Presse, Werbeplakate, Postkarten und selbst das Kino waren bereits vor dem Krieg ein Teil der europäischen und amerikanischen Alltagskultur. Was ist neu am Krieg der Bilder und Worte? Welche medialen Ausdrucksformen wurden neu erfunden?
Der Boom der Schützengrabenzeitungen

Wurden bestimmte Medien von den Regierungen besonders genutzt? Wurde schon damals „Embedded journalism“ praktiziert?
Die Macht der Bilder: Fotographie und Film


Die Ausstellung „Orages de papier / In Papiergewittern“
die in Straßburg bis zum 31. Januar 2009 in der Bibliothèque Nationale Universitaire gezeigt wurde, zeigte unter anderem Plakate, Feld- und Schützen-grabenzeitungen, Tagebücher, Briefe, Postkarten, Medaillen und Chansons. Mithilfe dieser sehr unterschiedlichen Quellen wurde ein sehr genaues Stimmungsbild der damaligen Gesellschaft gezeichnet.

Begleitend zur Ausstellung ist ein spannender Katalog entstanden:

In Papiergewittern 1914-1918

Les collections de guerre des bibliothèques

248 Seiten, 200 Illustrationen
24,6 x 28 cm
35 Euro
Wie effektiv war die „Bourrage de crâne“(Gehirnwäsche) - ein Ausdruck, der bezeichnenderweise im Krieg entstand? Wurden auch für die feindlichen Linien Propagandamittel eingesetzt?
Gehirnwäsche: Flugblätter und Propaganda

Gibt es beim Einsatz der Medien Parallelen zwischen Ersten und Zweitem Weltkrieg? Was kommt 1939-1945 neu hinzu? Welche Propagandainstrumente und –techniken waren so erfolgreich gewesen, dass sie 1939-45 wieder aufgegriffen wurden?
Der Krieg der Plakate

Die Zivilbevölkerung hat im ersten Weltkrieg mehr gelitten als in den bewaffneten Auseinandersetzungen des 19. Jahrhunderts, u.a. an Hunger. Wird diese Not in den Medien überhaupt thematisiert?
An der Heimatfront: Kochbücher und andere Instruktionen

Was erfuhren die Eltern, Ehefrauen und Kinder von der Front? Die Postkartenmotive vermitteln ein leichtes Leben an der Front. Ein Artikel in Ihrem Katalog heißt bezeichnenderweise „An die vereinigten Lügner: Tagebücher und Briefe von der Front“. Wie effektiv war die Zensur/Selbstzensur?
Zensur und Selbstzensur: Tagebücher und Briefe von der Front


Die Frauen emanzipierten sich in diesem Krieg, in dem die Männer so lange weg waren. Schlägt sich das nieder in den Medien? Sind unterschiedliche Entwicklungen in Deutschland und Frankreich zu beobachten?
Die Emanzipation der Frauen

Unterscheidet sich die Propagandatätigkeit zu Beginn des Kriegs von der bei Kriegsende? Lässt sich die zunehmende Kriegsmüdigkeit an der Propaganda ablesen?
Postkarten des Ersten Weltkriegs

Wir haben viel über neue Medien gesprochen. Gab es auch Formen der Propaganda, die sich schon in früheren Kriegen bewährt hatten und auf die man im Ersten Weltkrieg zurückkam?
Alte Formen in neuem Licht: Medaillen

Das Interview führte Angelika Schindler, Dezember 2008

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Zur Foto-Galerie "In Papiergewittern"

Erstellt: 03-11-08
Letzte Änderung: 10-11-10