Besonders die Favelas von Brasilien sind eine echte Fundgrube für Klangsammler. Dort ist Musik wichtiger Bestandteil des Lebens – und weil das so ist, singen die Musiker auch von den Dingen, die sie umgeben, Drogen, Polizei und Maschinengewehren. Klar, dass diese Songs nicht in die Charts kommen, außer man klaut nur den Sound und ein einziges Wort. Das macht Popstar Loona offenbar ganz gern. Die Inspiration für den Song Parapapapapa hat sie direkt aus der Favela, wo es normalerweise nicht viel zu holen gibt. Dazu ein paar Capoeira-Moves und leichtbekleidete Tänzer, fertig. Kaum zu glauben, dass das Original ein Song über die Gewalt und die Drogen in den Slums ist. Da hat Loona wohl was missverstanden.
"Parapapapapa" von Loona
Clip | Loona : Parapapapapa
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Hier das Original: „Rap das Armas“, der „Waffenrap“ von den MCs Cidinho e Doca aus Rio. Ein Klassiker des Funk Carioca. Der eigentliche „Rap das Armas“ ist von 1994, und erschien 2007 als Soundtrack zum Favela-Film „Tropa de Elite“. Sexy Moves und wenig Kleidung gibt’s hier natürlich auch. Darüber hinaus noch Slums, Polizei, AK47s und Uzis. Daher das „Parapapapapa“, der Sound eines Maschinengewehrs beim Abfeuern. Schon seltsam, dass genau das jetzt als weichgespülter gute Laune-Hit Karriere macht. Wenn das die Favela-Rapper wüssten!







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