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1968

1968 - ARTE geht auf die Barrikaden! Themen-Schwerpunkt

1968

Donnerstag, 24. April 2008 um 23.35 Uhr - 21/04/08

Paris - Berlin - Die Debatte

Mai 68 - Die letzte Utopie?


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© ARTE F
Im Mai 1968 geriet in Europa die Gesellschaft ins Wanken. Eine Protestbewegung gegen Krieg und verkrustete Sozialstrukturen, gegen sexuelle Tabus und überkommene Wertvorstellungen erlebte ihren Höhepunkt. Auch 40 Jahre später werden die Ereignisse unterschiedlich bewertet. Für die einen waren sie Folgen einer Emanzipationsbewegung, für andere eine pauschale Ablehnung von Autorität. In "Paris - Berlin" diskutieren Aktivisten des legendären "Mai 68" mit Jugendlichen von heute. Eine Schwerpunktfrage wird sein, warum es wichtig ist, von einer anderen, möglichen Welt zu träumen.

"Mai 68" - dieses Schlagwort erinnert an einen Frühling voller Utopien, in dem die Gesellschaft ins Wanken geriet. In Paris waren die Wände übersät mit Parolen wie "Lauf Genosse, die alte Welt liegt hinter dir", "Arbeitet nie", "Die Poesie ist auf der Straße", "Die Wände haben das Wort", "Dein Boss braucht dich, aber du brauchst ihn nicht".

30 Jahre hat es gedauert, bis das Erbe der 68er-Bewegung erforscht wurde. Manche sehen in den "Mai-Unruhen" weniger eine politische als eine kulturelle Revolution. Für andere zählen nur die Streiks und die sozialen Errungenschaften. Man versucht zu verstehen, warum in den nachfolgenden Jahren in Deutschland und Italien - anders als in Frankreich - Gewalt und bewaffneter Kampf an die Stelle politischen Handelns traten. Und man will wissen, welche positiven und negativen Folgen die Bewegung hatte.

© ARTE F
Eine sachliche Diskussion über 1968 ist immer noch schwierig. Für die einen war "Mai 68" eine Emanzipationsbewegung, für die anderen ein pauschales und sinnloses Infragestellen des Autoritätsprinzips. Jede Position ist mit Dogmen und Wertvorstellungen behaftet, sodass die Frage nach dem Wesen der Bewegung wohl immer unterschiedlich beantwortet werden wird.

Die Debatte "Paris - Berlin" stellt die Frage nach dem Fortleben der Utopien. Was wurde aus den Träumen von 1968? Warum ist der Utopie-Begriff seitdem tabu und hat keine Triebkraft mehr? Warum glauben wir nicht mehr daran, dass es möglich ist, das Unmögliche zu fordern? Was bedeutet es, wenn eine Gesellschaft keine Utopien mehr entwirft und sich mit Alltagsverwaltung, Kaufkraft und Problemportfolios befasst? In "Paris - Berlin" diskutieren Protagonisten des legendären "Mai 68" mit jungen Menschen, die damals gerade erst geboren waren und für die Themen wie sexuelle Unterdrückung und "Fantasie an die Macht" vielleicht schon überholt klingen.

Wiederholung am 05.05.2008 um 10.50 Uhr

>> Zum Magazin Paris - Berlin, Die Debatte

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Paris - Berlin - Die Debatte - Mai 68 - Die letzte Utopie?
Diskussion, Frankreich 2008
ARTE, Erstausstrahlung, 60 Min.
Moderation: Isabelle Giordano

Erstellt: 16-04-08
Letzte Änderung: 21-04-08