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"Mai 68" - dieses Schlagwort erinnert an einen Frühling voller Utopien, in dem die Gesellschaft ins Wanken geriet. In Paris waren die Wände übersät mit Parolen wie "Lauf Genosse, die alte Welt liegt hinter dir", "Arbeitet nie", "Die Poesie ist auf der Straße", "Die Wände haben das Wort", "Dein Boss braucht dich, aber du brauchst ihn nicht".
30 Jahre hat es gedauert, bis das Erbe der 68er-Bewegung erforscht wurde. Manche sehen in den "Mai-Unruhen" weniger eine politische als eine kulturelle Revolution. Für andere zählen nur die Streiks und die sozialen Errungenschaften. Man versucht zu verstehen, warum in den nachfolgenden Jahren in Deutschland und Italien - anders als in Frankreich - Gewalt und bewaffneter Kampf an die Stelle politischen Handelns traten. Und man will wissen, welche positiven und negativen Folgen die Bewegung hatte.
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Die Debatte "Paris - Berlin" stellt die Frage nach dem Fortleben der Utopien. Was wurde aus den Träumen von 1968? Warum ist der Utopie-Begriff seitdem tabu und hat keine Triebkraft mehr? Warum glauben wir nicht mehr daran, dass es möglich ist, das Unmögliche zu fordern? Was bedeutet es, wenn eine Gesellschaft keine Utopien mehr entwirft und sich mit Alltagsverwaltung, Kaufkraft und Problemportfolios befasst? In "Paris - Berlin" diskutieren Protagonisten des legendären "Mai 68" mit jungen Menschen, die damals gerade erst geboren waren und für die Themen wie sexuelle Unterdrückung und "Fantasie an die Macht" vielleicht schon überholt klingen.
Wiederholung am 05.05.2008 um 10.50 Uhr
>> Zum Magazin Paris - Berlin, Die Debatte






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