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Two be Simple
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Glass DanceHört man Paul Brodys Musik ist es, als ob man einen Einblick in sein Leben erhält. Denn der Trompeter liebt es Klezmer, Punk, Free-Jazz und osteuropäische Musik in seine Werke einfließen zu lassen und mit Hilfe experimenteller Improvisations- und Kompositionstechniken miteinander zu verbinden. In einer jüdischen Musikerfamilie in San Francisco aufgewachsen weckte sein Vater, der von russischen Einwanderern abstammte, in ihm die Liebe zur Klarinette und seine Mutter, die vor den Nazis aus Österreich geflohen war, das Interesse an Klassik. Als Brody nach Boston ging, um klassische Trompete zu studieren, beschäftigte er sich zudem mit Komposition und Arrangement, vor allem mit Gunther Schulers Synthese aus Neuer Musik und Jazz, der so genannten „Third Stream Music“. Eine weitere wichtige Inspirationsquelle ist der Autodidakt und „Radical Jewish Culture“ Vertreter John Zorn, der mit seiner experimentellen Cut-Up-Kompositionstechnik den Hörern eine aufrührende Mischung aus Neuinterpretationen von Jazz-Klassikern, Punk, Klezmer und Free-Jazz um die Ohren knallt. Umso erstaunlicher ist es, dass es Brody gelingt, all diese Fußnoten seines Lebens in sein aktuelles Album einfließen zu lassen. Aufgrund der Kombination der vermeintlichen musikalischen Gegensätze, strahlt „Beyond Babylon“ eine enigmatische Anziehungskraft aus. Virtuos spielen Brody und seine Begleitband Sadawi zu einem mitreißenden musikalischen Reigen auf, in dem sich neben fünf Eigenkompositionen vier Neu-Interpretationen und -Arrangements von weiteren Tzadik-Künstlern, wie Frank London, The New Klezmer Trio, Naftule`s Dream und David Krakauer finden. Spannender kann aktuelle Musik nicht sein!
Matthias Schneider
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Paul Brody`s Sadawi
„Beyond Babylon“
Tzadik Records
www.tzadik.com
www.qrious.com







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