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Video (Windows Media, 1'23")
Too low (Real Audio, 1'30")
For The Moment (Real Audio, 1'30")
Pure As A! Teardrop (Real Audio, 1'30")Bereits in jungen Jahren wurde der amerikanische Trompeter Brody von seinen russischstämmigen Eltern an die traditionelle jüdische Musik sowie an die Klassik herangeführt. Während seines Studiums der klassischen Trompete erschloss sich Brody zudem Komposition und Arrangement, und befasste sich intensiv mit der „Third Stream Music“, einer Synthese aus Neuer Musik und Jazz. Paul Brody ist ein neugieriger und interessierter Musiker, der sich sowohl für kulturell geprägte Musikstile begeistert als auch für deren spezifische Besonderheiten. Dennoch hat ihn sein Respekt vor der jüdischen Musiktradition lange Zeit gehemmt, mit Klezmer zu experimentieren. Erst die Begegnung am Musikkonservatorium mit Hankus Netskys Bandprojekt inspirierte Brody dazu, sich zukünftig mit den musikalischen Wurzeln seiner Vorfahren vielschichtig auseinander zu setzen. Nach einer Tournee mit der Duke Ellington Revue entdeckte Brody seine Liebe zu Europa und entschloss sich für Berlin als seine neue Wahlheimat. Dort findet er das kreative Umfeld für seine diversen Projekte vor, ob für das DetoNation Orchestra, Tango Toy oder für sein Quartett Sadawi. Allen Formationen gemeinsam ist Brodys musikalisches Konzept, Elemente verschiedenster Stile zu vermischen und sie in außergewöhnlichen Konstellationen zu erproben.
Und so verwundert es nicht, dass Brodys Alben auf John Zorns Tzadik-Label erscheinen, denn die unverkrampfte und experimentierfreudige Auseinandersetzung mit der jüdischen Musikkultur eint die Brüder im Geiste. Bei „For The Moment“ tritt der Ausnahmesaxophonist Zorn nun erstmals neben seiner bisherigen Tätigkeit als Co-Produzent auch als Mitmusiker in Erscheinung. Dadurch gleicht Brodys aktuelles Album einem Gipfeltreffen der aktuellen Klezmer-Musik, denn zudem sind Frank London von den Klezmatics sowie der Sänger des Brave-Old-World Projekts, Michael Alpert, mit von der Partie. Das Album „For The Moment“ lebt von der Vielfalt an Stimmungen und an Musikstilen, die sich ein mitreißendes Stelldichein geben. Brody gelingt es schwermütige Melodien und lebhafte Klezmer-Rhythmen, durchkomponierte Passagen und impulsive Jazzimprovisationen spannungsintensiv zu arrangieren, so dass es eine Freude ist, seine Musik immer und immer wieder zu hören, und sich dabei stets aufs Neue überraschen zu lassen.
Matthias Schneider







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