Er nahm 1620 bis 1622 mit Erfolg an einem Literaturwettbewerb teil, der zu Ehren von St. Isidor in Madrid abgehalten wurde. Lope de Vega, der der Organisator dieses Wettbewerbs war, schrieb: "Ein Preis wurde an Don Pedro Calderón vergeben, der in seinem Alter Lorbeeren gewinnt, welche die Zeit nur ergrautem Haare zu geben pflegt."In den folgenden Jahren gewann er rasch an Ansehen als hervorragender Dramatiker. Nach dem Tod von Lope de Vega 1635 übernahm er dessen Stelle als Hofdramatiker. Er wurde als der beste Dramatiker seiner Zeit anerkannt. Ein Band seiner Stücke, den sein Bruder José 1636 herausgab, enthielt die zur damaligen Zeit gefeierten Werke wie "La Vida es sueño" (Das Leben ein Traum), "El Purgatorio de San Patricio", "La Devoción de la Cruz", "La Dama duende" (Dame Kobold) und "Peor está que estaba". 1636 bis 1637 wurde Calderón von Philipp IV. zum Ritter des Santiago-Ordens gemacht, der bereits eine Reihe von Stücken für das königliche Theater in Buen Retiro in Auftrag gegeben hatte. Er war beim Publikum genauso beliebt wie Lope de Vega auf dem Höhepunkt seines Ruhms.
Calderón im Amt eines Priesters
Die Geschichte seines Lebens während der nächsten Jahre liegt weitgehend im Dunkeln. Es scheint, dass er durch den Tod seiner Frau in den Jahren 1648 und 1649 bedingt durch die Trauer mit schweren persönlichen Problemen zu kämpfen hatte. Im Jahr 1650 trat er dem Franziskaner-Orden bei und verwirklichte sein ursprüngliches Vorhaben, ein geistliches Amt auszuüben. 1651 wurde er zum Priester geweiht und übernahm eine Gemeinde in dem Ort San Salvador in Madrid. Er hatte die Absicht sich nie wieder ein Stück für das Theater zu schreiben. Er hielt sich an dieses Gelübde, bis er 1653 Kaplan in Toledo wurde.
Danach begann er einen großen Teil seiner Zeit mit der Erstellung von Autos sacramentales zu verbringen, allegorischen Stücken, in denen das Mysterium des christlichen heiligen Abendmahls auf dramatische Weise illustriert worden ist. Sie wurden mit großem Aufwand an Fronleichnam und den darauffolgenden Wochen aufgeführt. 1662 wurden zwei von Calderóns autos ("Las órdenes militares" und "Mística y real Babilonia") zum Gegenstand einer Ermittlung der spanischen Inquisition. Man zensierte das Erste der beiden Stücke und konfiszierte die Manuskripte. 1671 wurde das Urteil jedoch wieder aufgehoben.1663 ernannte der spanische König Philip IV. Calderón zum Hofkaplan. Dieses Amt behielt er auch nach dem 1665 erfolgten Regierungsantritt von Karl II.. Im Alter von 81 Jahren schrieb er sein letztes weltliches Stück, "Hado y Divisa de Leonido y Marfisa" zu Ehren der Heirat von Karl II. mit Marie-Louise von Bourbon. Trotz seiner Position am Hof verbrachte er seine letzten Jahre in Armut.
Quelle:
Wikipedia (Pedro Calderón de la Barca)
Wikipedia (GNU-Lizenz für freie Dokumentation)






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