Die Ausstellung „CyberArts09“ im O.K Centrum für Gegenwartskunst stellt Werke vor, die auf der Ars Electronica prämiert wurden, insbesondere in den Kategorien Hybrid Art und Interactive Art. Eines der ausgefallensten Projekte (das in der Kategorie Interaktive Kunst eine Anerkennung erhalten hat) ist „Perpetual Storytelling Apparatus“ von den Berliner Künstlern und Designern Benjamin Maus und Julius von Bismarck. Letzterer war im vergangenen Jahr Preisträger der Kategorie Interaktive Kunst mit seinem „Image Fulgurator“, einem Gerät, das aussieht wie eine Kreuzung aus Fotoapparat und Waffe und mit dem sich Bilder in von anderen fotografierte Motive „hineinschmuggeln“ lassen.
„Perpetual Storytelling Apparatus“ ist eine Maschine, die mit Hilfe von Patentzeichnungen eine unendliche Bildergeschichte erzählt. Die Wörter eines Textes, dessen Titel nicht genannt wird (der Website der Künstler zufolge handelt es sich stets um Bestseller!) werden von dem Gerät in Illustrationen „übersetzt“, die den in behördlichen Datenbanken vorhandenen Patenten entnommen werden. Die Bilder verweisen wiederum auf andere Bilder aus früheren Patenten, und für jeden Suchbegriff aus dem Ausgangstext werden die entsprechenden Illustrationen in chronologischer Reihenfolge ausgedruckt. Durch die Vielfalt der Bilder, die sich stilistisch unterscheiden und teils aus verwandten, teils aus entfernten technischen Bereichen stammen, ensteht eine verschlüsselte, vielschichtige Erzählung. Viele Besucher nehmen übrigens kleine Stücke der unendlichen Geschichte mit nach Hause, um sie zu entschlüsseln oder sich einfach nur an den Bildern außerhalb ihres üblichen, gebrauchsorientierten Kontextes zu erfreuen.
Ausstellung
"CyberArts09"bis zum 10. Oktober 2009
in Linz - OK Center
Links
- Perpetual Storytelling Apparatus
- Benjamin Maus
- Julius von Bismarck
- United States Patent and Trademark Office
- Image Fulgurator - Interview mit Julius von Bismarck






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