Wahrscheinlich war es das größte Bauvorhaben der Antike, als König Darius I. im Jahr 520 vor Christus am Fuß des Kuh-e-Rahmat - des Bergs der Gnade - in der zentralpersischen Hochebene eine 15 Hektar große Terrasse aufschütten ließ. Hier sollte Persepolis, die neue Hauptstadt des Perserreichs, entstehen. Architekten, Handwerker und Künstler aus allen Regionen des Weltreichs, das sich über drei Kontinente vom Indus bis zum Schwarzen Meer, vom Kaspischen Meer bis nach Äthiopien erstreckte, wurden mobilisiert, um eine prächtige Stadt entstehen zu lassen. Der Blick auf die Ruinen ist beeindruckend. Wenn bereits geborstene Säulen, angeschlagene Friese und Reste von Toren und Standbildern solche Wirkung erzeugen, wie muss es dann vor 2.500 Jahren gewesen sein, wenn Fremde in der Hochebene zum ersten Mal die Terrasse von Persepolis mit ihren Säulenhallen, prächtigen Toren und rotgoldenen Dächern erblickten? Persepolis sollte Respekt und Bewunderung hervorrufen, wenn zu Noruz, dem persischen Neujahr, die Abgesandten der tributpflichtigen Völker Vorderasiens vor den Achaemenidenkönigen Darius I., Xerxes, Darius II. oder Artaxerxes erscheinen mussten. 330 vor Christus zerstörte und brandschatzte Iskander - Alexander von Makedonien - die Stadt, angeblich um die Zerstörung der Akropolis durch die Perser zu rächen.Das kleine Extra
Die Architekten Wolfgang Gambke und Kourosh Afhami haben Persepolis für die Dokumentation virtuell neu gebaut. In mehrjähriger Arbeit haben sie mit einem Animationsprogramm, das vor allem Stadtplaner benutzen, einige tausend Umrisse, Details und Texturen hergestellt.






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