mit den Stimmen von Chiara Mastroianni, Catherine Deneuve, Danielle Darieux, Simon Abkarian und Gabrielle Lopes
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Im Gespräch mit Regisseurin Marjane SatrapiSynopsis: Teheran 1978: Marjane ist acht Jahre alt, denkt über die Zukunft nach und träumt davon, als Prophetin die Welt zu retten. Umsorgt von ihren offenen, gebildeten Eltern und der besonders geliebten Großmutter erlebt sie voller Begeisterung die Ereignisse im Vorfeld der Revolution, die später zum Sturz des Schah-Regimes führen.
Mit Errichtung der islamischen Republik beginnt die Zeit der „Revolutions-Kommissare“, die Kleidung und Verhalten kontrollieren. Marjane, die den Schleier tragen muss, träumt von einem Leben als Revolutionärin. Als der Irak-Krieg ausbricht beschließen ihre Eltern, sie nach Wien zu schicken.
Kritik: Nach dem Erfolg ihres Comics „Persepolis“ bearbeitete Marjane Satrapi den Stoff gemeinsam mit Vincent Paronnaud für das Kino – nicht nur in dem Bestreben, dieses Medium kennen zu lernen, sondern auch in dem Wissen, dass es sich bei dem Stoff um ein universell darstellbares Thema handelt. Der Film basiert auf den wichtigsten Episoden der autobiographischen Geschichte, die im Original vier Comicbände umfasst und sich in der Kinoadaptation auf eine Stunde und fünfunddreißig Minuten konzentriert. Beschrieben wird der Zeitraum von Marjanes erster Hin- und Rückreise zwischen dem Iran und Österreich. Zunächst fällt auf, dass der Film der Ästhetik der Vorlage treu bleibt, da die Szenen vornehmlich in schwarz und weiß gehalten sind. Darüber hinaus haben sich die Autoren auf das Wesentliche der Figuren konzentriert und alles Überflüssige beiseite gelassen, wobei deren eigene Energie aber nie verloren geht. Vor allem ist hervorzuheben, dass der charakteristische humorvolle Grundton und die Spontaneität der „Persepolis“-Comics bewahrt wurde. Diese beiden Faktoren stellen einen gelungenen Kontrast zwischen der immer weiter fortschreitenden äußerlichen Tragödie und den kleinen Alltagsproblemen dar, die das Leben des heranwachsenden, krisengeschüttelten Mädchens prägen. Die Stimmen von Chiara Mastroianni (Marjane), Catherine Deneuve (Marjanes Mutter) und Danielle Darieux (Marjanes Großmutter) verstärken ganz besonders die familiäre Atmosphäre des Films. Gezielt eingesetzte Musik vervollständigt schließlich die Darstellung. So untermalt beispielsweise der Song „Eye of the Tiger“ von Survivor in Anspielung auf Marjanes Leidenschaft für Hard Rock eine urkomische Szene über den inneren Aufruhr des Mädchens. Wer das gesamte Universum von Marjane Satrapie erkunden will, dem sei die Lektüre der Comicalben (erschienen bei Éditions l’Association) empfohlen. Festzuhalten ist aber, dass es den Filmautoren mit dieser zauberhaften Adaption gelungen ist, das Risiko einer simplen Kopie des Bekannten zu umgehen.
Olivier Bombarda






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Die zauberhafte Kinoadaption des Comics von Marjane Satrapi ist trotz der Treue zum Original alles andere als eine simple Kopie.
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