Ein aufwendig produzierter Animationsfilm und Tricktechnik, die 45.000 Bilder entstehen lässt. Das ist die Antwort der mehrfach ausgezeichneten Regisseurin Suzie Templeton auf Sergei Prokofjews Klassiker "Peter und der Wolf". Dazu hat sie für diesen Film eine fantastische Welt erschaffen, die stark an das ländliche Russland der Zeit Prokofjews erinnert und sie mit unserer Zeit verbindet. Ein kleiner Junge, stets in Begleitung seiner Ente, bezwingt den Wolf und rettet ihn zugleich.
Es ist eine Welt, in der Wölfe Enten fressen und in der es ein Junge nicht einfach hat, der mit seinem Großvater ganz alleine auf dem Land lebt. Aber dieser kleine Junge, angespornt von einem drolligen Vogel und immer in Begleitung seiner verträumten Ente, entwickelt ganz außergewöhnlichen Mut und kann so den Wolf bezwingen. Und wenn Peter am Ende des Films den Wolf sogar vor den Menschen rettet, dann erlebt er einen ganz besonderen Triumph.
"Peter und der Wolf" ist ein musikalisches Märchen, das Sergei Prokofjew 1936 geschrieben hat, um Kinder mit den Instrumenten des Symphonieorchesters vertraut zu machen. Seitdem hat es mehrere Generationen von Kindern und Erwachsenen begeistert und zählt zu den populärsten Werken der klassischen Musik. Für diesen Film wurde die Musik durch das Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Mark Stephenson in der "All Hallows Church" in London neu eingespielt. Die lebendige Interpretation lässt die Solisten besonders hervortreten und gibt den Figuren im Film eine ganz starke Präsenz.
Die mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Regisseurin Suzie Templeton erzählt diese Geschichte völlig neu - in fantastisch und wunderbar animierten Bildern haucht sie den liebevoll und aufwendig gestalteten Puppen Leben ein und lässt sie in neuem Licht erstrahlen. Grundlage des Films ist das Stop-Motion-Verfahren. Dabei werden die beweglichen Puppen von Einzelbild zu Einzelbild minimal verändert und dann aufgenommen. Zum Einsatz kommt damit übrigens die Tricktechnik, die schon "Wallace and Gromit" und "Chicken Run" zu unvergesslichen Filmerlebnissen machte. Insgesamt entstanden so über 45.000 aufwendig hergestellte Einzelbilder, die genau auf die einzelnen Noten der Musik abgestimmt wurden. Und damit wird das herkömmliche Verfahren umgedreht: Die Musik wird nicht auf Filmbilder zugeschnitten, sondern hier entwickeln sich die Bilder ganz aus der Musik.
Sonntag, 27. Dezember um 19.15 Uhr Peter und der Wolf Keine Wiederholungen Zeichentrick, Großbritannien 2005, ZDF, Original mit deutschen Untertiteln, Stereo Regie: Suzie Templeton, Komponist: Sergei Prokofjew