Jetzt hat der Komponist Philip Glass auf Grundlage dieser Geschichte eine Oper komponiert, die am 10. September in Erfurt Weltaufführung hatte. Die Geschichte basiert auf einem Roman, den der südafrikanische Nobelpreisträger John Maxwell Coetzee vor 25 Jahren schrieb. Für den Amerikaner Glass ist die Zeit jetzt reif für eine musikalische Adaption des Stoffs. "1980 hat Coetzee dieses Buch über ein Weltreich geschrieben, das beschließt, es müsste einen Krieg führen", erklärt Glass. "Warum - das weiß keiner so genau, denn die Leute, gegen die sie kämpfen, sind Nomaden, die in der Wüste leben. Als ich das Buch 1989 las, war es einfach ein gutes Buch. Doch 2005 kann man jedes Detail aus diesem Buch in der Zeitung lesen. Das ist schon sehr merkwürdig."
Glass ist Mitbegründer der Minimal Music. Er hatte seinen Durchbruch 1976 mit der Oper "Einstein on the beach". Im Laufe der Jahre hat Glass sich etwas von der strengen minimalistischen Linie entfernt. Doch mit seiner Oper "Waiting for the Barbarians" ist er zu seinen schöpferischen Wurzeln zurückgekehrt.
Sie ist bis Ende Oktober in Erfurt zu sehen. Dann geht sie auf Tournee. Zuerst in die Niederlande und dann nach Texas,
Metropolis hat sich die Oper angesehen und mit Philip Glas über Barbaren, Minimal Music und seine weiteren Pläne gesprochen.
Die OperWaiting for the Barbarians
Oper von Philip Glass
Regie: Guy de Montavon
Musikalische Leitung: Dennis Russell Davies
Theater Erfurt
>> Homepage des Theaters
Weitere Termine16. Oktober 2005 um 18.00 Uhr
26. Oktober 2005 um 19.30 Uhr
08. Juni 2006 um 19.30 Uhr
16. Juni 2006 um 19.30 Uhr
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Metropolis
Eine Reportage von Gabi Schlag und Benno Wenz
Samstag, den 08. Oktober 2005 um 23.25 Uhr
Wiederholung am Sonntag, 09. Oktober um 18.05 Uhr
Redaktion: ZDF
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