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12.06.07 - 00.30 - Exhibition - 06/06/07

Philippe Ramette

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Philippe Ramette ist mit Kafkas aus Angst geborener Komik vertraut, davon zeugen alle seine plastischen Werke. Die mehr oder weniger brauchbaren Maschinen ähneln Prothesen und haben zugleich etwas Bedrohliches. Sie sind zweischneidiger Natur, Hilfsmittel und Folterinstrument zugleich, Verdammung und Vergebung. „Table à reproduction“ (1995), „Prothèse à dignité en toute circonstance“ (1990) und „Modules à structurer les foules“ (1995): all diese Skulpturen, deren Zweck ohnehin nicht vorgegeben ist, konditionieren den Körper dessen, der sich ihrer bedient. Urbild dieser Vorrichtungen ist die Maschine aus Kafkas Erzählung „In der Strafkolonie“. Oft setzt sich der Künstler selbst mit diesen Maschinen in Szene, ganz als seien sie Accessoires, die nur auf eine Inszenierung warten. Das machen die jüngsten Fotos besonders deutlich, die wie bizarre Experimente mit Leere, Luft und Schwerkraft anmuten. Schon 1996 entstand „Balcon I de Bionnay“, wo Ramette waagerecht über einem Abgrund schwebt. Die zweite Fotografie dieser Serie aus dem Jahr 2001 zeigt den Künstler auf derselben Plattform über der Bucht von Hongkong. In einer weiteren Fotoserie ist die Fortsetzung dieser Experimente mit der Schwerelosigkeit anhand eines Ensembles von Prothesen-Skulpturen festgehalten. Dafür stehen auch die beiden Versionen der Skulptur „Éloge de la paresse“: ein großer, mit Helium gefüllter Ballon ist mit Lederriemen am Kopf des Künstlers befestigt, so dass er sich ohne Anstrengung erhobenen Kopfes bewegen kann.
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Links
>> Philippe Ramette auf CreativTv
>> Fotos und Informationen auf der Galerie Xippas

Ausstellung
Paysages - Visions Paradoxales
bis zum 20. Juni 2007
Iselp - Institut Supérieur pour l´Etude du Langage Plastique
Brussel
>> Offizielle Website

Erstellt: 06-06-07
Letzte Änderung: 06-06-07