Sie können die Sendung 7 Tage lang nach der Ausstrahlung sehen!
Raphaël Enthoven spricht heute mit dem Heidegger- und Sartre-Kenner Philippe Cabestan über das Thema Angst. Heidegger definierte Angst in seiner Schrift "Sein und Zeit" als eine Grundbefindlichkeit des Menschen, die diesen dazu befähigt, das eigene Dasein als ein "Sein zum Tode" zu begreifen. Im Unterschied zur Furcht ist die Angst objektunbestimmt. Denn Furcht hat man vor etwas ganz Konkretem, sei es vor einer Wespe, einem wütenden Menschen oder einer Waffe, also vor einer objektiv vorhandenen Gefahr. Angst hingegen hat nach Heidegger kein bestimmtes Wovor; Angst hat kein bestimmtes Objekt in dieser Welt.

Dokumentationsreihe, Frankreich 2010, ARTE F, Erstausstrahlung
Regie: Philippe Truffault

Philippe Cabestan unterrichtet Philosophie am Lycée Janson de Sailly, Paris. Sein Spezialgebiet ist Phänomenologie mit Schwerpunkt Sartre. Einige Publikationen: "Sartre. Désir et liberté" (PUF, 2005); "Introduction à la phénoménologie contemporaine", mit Eliane Escoubas, Adrian Pabst (Ellipses, 2006); "Dictionnaire Sartre" (Ellipses, 2009).
In der Sendung zitierte Literatur:
- Sankt Augustin: Bekenntnisse
Übersetzung Otto F. Lachmann
Marixverlag - André Gide: Die Verliese des Vatikans
Übersetzung Thomas Dobberkau
Deutscher Taschenbuch Verlag - Martin Heidegger: Sein und Zeit
Niemeyer Verlag - Søren Kierkegaard: Der Begriff Angst
Übersetzung Gisela Perlet
Reclam Verlag - Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
Übersetzung Eva Rechel-Mertens
Suhrkamp Verlag - Jean-Paul Sartre: Der Ekel
Übersetzung Uli Aumüller
Rowohlt Verlag - Jean-Paul Sartre: Tagebücher
Übersetzung Eva Moldenhauer et Vincent von Wroblewsky
Rohwolt Verlag






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