Eigentlich ist es gar nicht weiter erwähnenswert: das Gewöhnliche, das unseren Alltag prägt. Es lenkt den Blick nicht auf sich. Morgens aufstehen, frühstücken, zur Arbeit gehen - das ist der evidente Teil unseres Lebens, der uns in der Regel nicht weiter beschäftigt. Raphaël Enthoven und sein Gast Adèle van Reeth setzen sich in der heutigen Sendung unter anderem aus der Perspektive des amerikanischen Philosophen Stanley Cavell mit dem Thema auseinander. Er gilt als der Vertreter dieses Sujets und ist weit mehr als ein gewöhnlicher Theoretiker.

Dokumentationsreihe, Frankreich 2010, ARTE F, Synchronfassung, Stereo
Regie: Philippe Truffault

Wenn man sich ganz bewusst mit dem Gewöhnlichen auseinandersetzt und es denkt, erscheint es plötzlich als nichts Selbstverständliches mehr. Mit anderen Worten - es ist alles ganz anders, als wir glauben: Das, was im Allgemeinen als gewöhnlich bezeichnet wird, ist das, was zu unserem Alltag gehört, was uns vertraut ist. Aber erst wenn man sich wirklich für unsere Welt interessiert, merkt man, wie fremd sie doch ist.
Über den Gast Adèle van Reeth
Adèle van Reeth ist Absolventin der "École normale supérieure". Ihre wissenschaftlichen Arbeiten behandeln das Verhältnis zwischen Philosophie und Film. Seit August 2008 ist sie fachwissenschaftliche Mitarbeiterin der Sendung "Les nouveaux chemins de la connaissance" bei dem französischen Radiosender "France Culture". Dort gestaltet sie die Chronik "Le Journal des Nouveaux chemins" über aktuelle philosophische Strömungen. Seit September 2009 interviewt sie täglich den Verfasser eines geisteswissenschaftlichen Essays.
Literatur zur Sendung:
Blaise Pascal, Gedanken, Übersetzung Karl Adolf Blech, Wilhelm Besser Verlag
Martin Heidegger, Holzwege, In : Gesamtausgabe, Klostermann
Ralph Waldo Emerson, Drei Ansprachen, über Bildung, Religion und Henry David Thoreau, Übersetzung Heiko Fischer, Derk Janssen Verlag
Alain Robbe-Grillet, Die Radiergummis, Übersetzung von Gerda Von Uslar, Suhrkamp
Jean-Paul Sartre, Der Ekel, Übersetzung von Uli Aumüller, Rowohlt






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