Sie können die Sendung 7 Tage vor der Ausstrahlung sehen!
Was gibt es Alltäglicheres als die Sprache? Sie ist so selbstverständlich für uns wie die Luft, die wir atmen. Und doch deckt der Sprachwissenschaftler, sobald er einen Satz analysiert, ein hoch kompliziertes Gebilde auf.
Sprache ist einfach und unendlich kompliziert zugleich. Sie benötigt nicht einmal den Einsatz der Stimmbänder. Man kann sich auch stumm verständlich machen, allein durch Gestik und Mimik. Diese Ausdrucksmittel sind so eng an die Sprache gebunden, dass sie den Ton entbehren können. Die willkürlich gesetzten Zeichen der uns so "natürlich" erscheinenden Sprache ringen uns Erstaunen und Verwunderung ab.

Dokumentationsreihe, Frankreich 2009, ARTE F, Synchronfassung, Stereo
Regie: Philippe Truffault

Enthoven diskutiert mit seinem Gast, dem Philosophen und Sprachwissenschaftler Philippe Schlenker, über die vielen Facetten von Sprache und das weite Feld der Sprachwissenschaft.
Philippe Schlenker ist Forschungsdirektor am Institut Jean-Nicod, Département d'Études Cognitives der École Normale Supérieure in Paris und Global Distinguished Professor an der Universität New York. Er promovierte in Philosophie und Linguistik und veröffentlichte zahlreiche Artikel in renommierten Fachzeitschriften. Seine Forschungen sind übergreifend und bewegen sich auf dem Gebiet der Sprachphilosophie, Linguistik und Logik.
ZUSATZINFORMATION
In jedem Menschen steckt ein kleiner Philosoph: Deshalb lädt ARTE jeden Sonntag ein, sich in "Philosophie" mit abstrakten und doch alltäglichen Begriffen wie Macht, Verantwortung oder dem Gesicht auseinanderzusetzen. In offenen Gesprächen reflektiert Raphaël Enthoven mit jeweils einem anderen jungen Philosophen Fragen, die die Menschen von heute beschäftigen: Wie lässt sich Macht legitimieren? Welches Verhältnis haben wir zu unserem Körper? Welchen Einfluss haben Gesichtszüge und visueller Ausdruck auf unseren Charakter?
Fachjargon und trockenen Theorien haben in der Sendung keinen Platz. Raphaël Enthoven und seine Gäste machen Philosophie für jedermann. Die Basis der Diskurse bilden bekannte Fotos, Gemälde und natürlich die Theorien der Philosophen. Raphaël Enthoven und seine Gäste analysieren, reflektieren, interpretieren und spekulieren und vermitteln so auf sympathische Art, dass die Philosophie lebt und unseren Alltag bereichern kann.
Das neue Magazin auf ARTE zeigt Philosophie mal ganz anders. Es regt zum Nachdenken und Diskutieren an und verliert das Wesentliche der Philosophie nicht aus den Augen: die Suche nach Wahrheit und Wirklichkeit. Das Ergebnis sind spannende und lebendige Diskussionen, die Lust auf mehr Philosophie machen.
LITERATUR ZUR SENDUNG:
Albert Camus: Hochzeit des Lichts. Impressionen am Rande der Wüste (Noces, 1938), Zürich: Arche 1954. Deutsche Übersetzung von Monique Lang.
Albert Camus: Heimkehr nach Tipasa (L’été, 1938). Zürich: Arche 1957. Deutsche Übersetzung von Guido G. Meister.
René Descartes: Abhandlung über die Methode, richtig zu denken und Wahrheit in den Wissenschaften zu suchen. In: Digitale Bibliothek Bd. 2. Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia 2004. Deutsche Übersetzung von J. H. von Kirchmann.
Maurice Merleau-Ponty: Die Natur. Vorlesungen am College de France, 1956-1960, München: Wilhelm Fink Verlag 2000. Deutsche Übersetzung von Wilhelm Fink.






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