

In seiner Arbeit sind Einflüsse des skandinavischen Möbeldesigns und der amerikanischen Kreationen von Charles und Ray Eames sowie Florence Knoll erkennbar.
Er unterwirft sich keinen Modeströmungen, sondern arbeitet mit industriellen Methoden unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und sozialen Anforderungen seiner Zeit. Viele seiner Ideen galten zunächst als gewagt, wurden aber später von anderen wieder aufgenommen oder sogar vertieft. Sein Einfluss wirkt bis heute fort.
1953 stellte er bei der Pariser Haushaltswarenmesse seine erste Möbelkollektion vor und hatte sofort Erfolg. Von 1960 bis 1970 entwickelte er für Artifort eine Reihe von Sesseln mit einer Armatur aus geformtem Holz, einer Sitzfläche aus Latexschaum und vorgefertigten Stretchstoff-Bezügen. Unvergesslich geblieben sind die Modelle „Mushroom“ (1959) und „Tongue Chair“ (1964) sowie der „Ribbon Chair“ (1965), der 1969 mit dem Chicago Design Award ausgezeichnet wurde. Parallel dazu verwirklichte Pierre Paulin zahlreiche Inneneinrichtungsprojekte, z.B. das Künstlerfoyer des Sitzes von Radio France (1961) und die Privaträume des französischen Präsidenten im Elysée-Palast. 1986 gestaltete er die Innenausstattung des Airbus.
Seit fünfzehn Jahren lebt Pierre Paulin mit seiner Frau Maya in den Cevennen, wo er die nötige Ruhe zum Arbeiten findet.
Pierre Paulins Sessel stehen unter anderem im New Yorker MoMA, im französischen Nationalfonds für zeitgenössische Kunst, im Pariser Centre Georges Pompidou, im Pariser Museum für dekorative Künste und im Londoner Victoria and Albert Museum.
Im Sommer 2007 fand anlässlich seines achtzigsten Geburtstags beim Internationalen Design-Festival in Hyères die erste Paulin-Retrospektive statt.






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