Trauer und Konsternation herrschen in der Welt des Tanzes und bei den vielen Fans in der ganzen Welt über diesen plötzlichen Verlust. Noch vor 14 Tagen stand Pina Bausch mit ihrem Ensemble in Wuppertal auf der Bühne, das Premierenpublikum feierte sie für ihre neue Kreation mit einer standing ovation. Sie, die doch das Licht der Öffentlichkeit stets scheute.
Pina Bausch war nicht nur eine Avantgardistin des Tanztheaters, sie hat auch viele Kreateure direkt in ihrer Arbeit beeinflusst. Zu ihnen zählt Constanza Macras, die argentinische Choreographin ist aus Berlin zugeschaltet. Aber wir beginnen unserer Sondersendung mit einem Rückblick auf ein Leben ganz im Zeichen des Tanzes.
Biographie
Geboren 1940 in Solingen, Deutschland. Mit 15 Jahren beginnt Pina Bausch unter der Leitung von Kurt Jooss ein Tanzstudium an der Essener Folkwangschule. 1958 erwirbt sie ihren Studienabschluss; sie erhält ein DAAD-Stipendium und kann so in New York an der Julliard School of Music studieren. Sie wird Mitglied der Kompanie von Paul Sanasardi und Donya Feuer und erhält schließlich ein Engagement beim New American Ballet und an der New Yorker Metropolitan Opera. 1962 kehrt Pina Bausch nach Deutschland zurück. Ab 1968 trägt sie eigene Choreographien zum Repertoire des Folkwang-Balletts bei. Innerhalb eines Jahres wird sie künstlerische Leiterin der Kompanie. 1973 wird Pina Bausch Leiterin und Choreographin des neugegründeten Tanztheaters Wuppertal.
Offizielle Website von Pina Bausch
Programm
ARTE strahlt am Sonntag, den 5. Juli „Orpheus und Eurydike“ und „Biografie: Pina Bausch“ aus.
Sonntag, 5. Juli 2009
| 17:10 |
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Meine Wiederholung
Orpheus und EurydikeAus Anlass des Todes der weltberühmten Künstlerin wiederholt ARTE die „getanzte Oper“. |
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DETAILS
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Sonntag, 5. Juli 2009 um 17.10 UhrWiederholungen:
Im Februar 2008 stellte Pina Bausch ihre überwältigend schöne Interpretation der Gluck-Oper „Orpheus und Eurydike“ an der Pariser Opéra Garnier vor. Aus Anlass des Todes der weltberühmten Künstlerin wiederholt ARTE die „getanzte Oper“, deren eindringliche Bilder vom unausweichlichen Schicksal des Menschen, von Liebe und Tod handeln. Der begabte Sänger, Leierspieler und Dichter Orpheus zieht mit seiner Kunst Menschen und Tiere in Bann. Er verliebt sich in die Nymphe Eurydike, die, kaum, dass sie ihm angetraut ist, an einem Schlangenbiss stirbt. Der untröstliche Orpheus steigt in den Hades, um sie zu suchen. Die Götter, von Orpheus Spiel und Gesang betört, gewähren dem Unglücklichen eine Gunst: Er darf Eurydike ins Leben zurückholen, vorausgesetzt er dreht sich erst nach ihr um, wenn sie das Tageslicht erreicht haben. Doch kurz vor dem Ziel erliegt Orpheus seinem Verlangen und dreht sich nach Eurydike um. Verzweifelt über den endgültigen Verlust seiner Geliebten, zieht sich Orpheus ins Gebirge zurückt. Die Thrakerinnen, die sich von ihm verschmäht fühlen, reißen ihn in Stücke und zerstreuen seine Glieder. Orpheus’ Kopf und die Leier werden an die Gestade der Insel Lesbos gespült, der Heimat der Dichtung. Orpheus’ Seele wandert in die Unterwelt zu der Eurydikes und der Glückseligen. Die Uraufführung von Pina Bauschs Choreographie nach Glucks „Orpheus und Eurydike“ fand 1975 in Wuppertal statt. Ein Jahr nach „Iphigenie auf Tauris“ (1974) schuf die Choreographin damit ein zweites Mal eine Gluck-Adaption in Modern-Dance-Manier. In der Spielzeit 2004/05 zeigte Pina Bausch diese legendäre Tanzoper aus den 70er Jahren erstmals an der Opéra Garnier, in einer Bearbeitung für die Tänzer des berühmten Opernhauses. Seitdem gehört das Stück zum Repertoire. Im Februar 2008 war diese Fassung im Palais Garnier wieder zu sehen, und zum ersten Mal überhaupt gestattete die Choreographin die Live-Übertragung einer ihrer Aufführungen. |
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Sonntag, 5. Juli 2009
| 19:00 |
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Meine Wiederholung
Pina BauschAus Anlass des Todes der weltberühmten Künstlerin wiederholt ARTE dieses Porträt. |
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Sonntag, 5. Juli 2009 um 19.00 UhrWiederholungen:
Sie wurde als die „Mutter Courage des modernen Tanzes“ gefeiert: die Choreografin Pina Bausch. Mit ihren Tanztheaterstücken wie „Blaubart“, „Nelken“ oder „Der Fensterputzer“ hat sie die Tanzgeschichte reformiert, wie kaum eine vor ihr. Am 30. 06. 2009 starb sie nach kurzer Krankheit. Im Porträt, das ARTE als Hommage an die Künstlerin ausstrahlt, spricht sie über ihre Arbeit mit dem Tanztheater Wuppertal und ihren künstlerischen Weg, der sie in viele internationale Metropolen und fremde Länder geführt hat. Pina Bausch ist einer der größten Namen der internationalen Tanzwelt. Gastspiele führten sie und ihr Tanztheater Wuppertal seit vielen Jahren in die großen Städte in Europa, Amerika und Asien. Überall feierte die Tanzkompanie mit ihrer Leiterin Triumphe, die Vorstellungen waren im Handumdrehen ausverkauft. Auch in der Heimatstadt des Tanztheaters, in Wuppertal, gehötren stehende Ovationen zu jeder Vorstellung. |
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