

« Vom Schatten zum Licht »
« Unsägliche Wirklichkeit erzählen »
Ein Film von Blandine Armand. Zum Stück « Pinocchio » inszeniert von Joël PommeratJoël Pommerat zufolge ist die Figur des Pinocchios besonders gut dafür geeignet - besser als das Rotkäppchen -, die Verbindung zwischen Kindheit und Erwachsensein herzustellen. Pinocchio ist ein Kind von heute, mit den Wünschen von heute: Er geht nicht gern in die Schule und er mag keine armen Leute. Er möchte gern reich werden, aber ohne zu dafür arbeiten zu müssen. Er ist ein begieriges Wesen.
Pommerats Inszenierung "Pinocchio" mit der Compagnie Louis Brouillard geht der Gewichtigkeit der Aussage keineswegs aus dem Weg. Doch dieses grausame und moralische Märchen verwandelt sich unter Joël Pommerats Regie in eine beharrliche Suche nach Wahrheit, die schließlich über die Lüge siegt.
« Rebellische Puppen »
Ein Film von Stéphane Sinde. Zum Stück « Pinok et Barbie » von Jean-Claude Grumberg inszeniert von Joël Pommerat
Für Jean-Claude Grumberg bedeutet Kindheit alles andere als Geborgenheit. Er verlor früh seinen Vater, der unter dem Vichy-Regime deportiert und im Lager ermordet wurde. Eine freundliche Welt konnte er sich von da an nicht mehr vorstellen, und er hat sich nie von diesem Verlust erholt.
Das dürfte ihn zu einer düsteren Interpretation des Pinocchio-Stoffs angeregt haben. Das Puppenspiel "Pinok et Barbie", eine Hommage an Carlo Collodi, spielt im afrikanischen Bürgerkrieg, an dem auch Kindersoldaten teilhaben. Lisa Wurmser hat Jean-Claude Grumbergs Text in Szene gesetzt.






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