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Kino-News

Schön anzuschauende, aber oberflächliche Verfilmung des Colette-Romans, mit großen Schauspielern, die in schönen Kostümen amüsante Dialoge sprechen.

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Kinostart 09. Juni 2005 - 15/06/05

Playa Del Futuro

Ein Film von Peter Lichtefeld


Es ist wichtig, dass wir keine Zeit verschwenden.
Das Leben ist kurz und die Dinge sind vergänglich.

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Synopsis: Für JAN (Peter Lohmeyer), den leidenschaftlichen Koch, hat es in seinem bisherigen Leben nur für einen Job in einer Eckkneipe in Köln Mülheim gereicht. Dann kommt auch noch die Steuerfahndung und macht seinen Traum vom Gourmettempel kaputt. Jan folgt seinem Jugendfreund Rudi (HIlmi Sözer), der ihm Steuerschulden und seine Ex-Freundin hinterlassen hat, in die andalusische Provinz und trifft an der „Playa del Futuro“ auf einen Haufen gescheiterter Existenzen, die im Nirgendwo auf bessere Zeiten hoffen.

Kritik: Es ist wichtig, dass wir keine Zeit verschwenden. Das Leben ist kurz und die Dinge sind vergänglich.“. Dieses Motto aus dem Mund des nepalesischen Lamas Sogyal Rinpoche hat der ehemalige Setaufnahmeleiter Peter Lichtefeld seinem zweiten Spielfilm vorangestellt, obwohl es auch auf sein Debüt Zugvögel recht gut gepasst hätte. Lichtefelds Interesse gilt wieder einmal den gesellschaftlichen Außenseitern, beinahe gescheiterten Existenzen, die sich trotz aller Tücken, die das Leben im (wirtschafts-)depressiven Deutschland so bereithält, nicht unterkriegen lassen. Jan, lakonisch und manchmal ein wenig apathisch gespielt von Peter Lohmeyer, dem nicht mehr ganz so jungen und trotzdem immer noch nicht erwachsen wirkenden Großstadtrebell, ist ein typisches Exemplar dieser Spezies – Karriere Fehlanzeige, Finanzen ruiniert, Liebe unerfüllt, doch Aufgeben ist seine Sache nicht. Also reist er seinem Kumpel, der ihm das Schlamassel eingebrockt hat, hinterher, um ihn zur Rede zu stellen. Im Grunde genommen aber träumt Jan damit nur seinen Traum weiter – überall dort muss es schöner sein, wo man selber gerade nicht ist.

Dass es sich mit der Wirklichkeit etwas komplizierter verhält, vergegenwärtigt Jan das trostlose Kaff in der Sierra Nevada, das sich hinter dem Namen Playa del Futuro verbirgt. Hierher hat sich außer Rudi noch mehr menschliches Strandgut verirrt – die finnische Kati, die hier dem in der fernen Heimat ausharrenden Heiratskandidaten zu entrinnen hofft, ein ungarischer Seemann und Wirt der Bahnhofskneipe, seine Schwägerin, die das Ende ihrer Trauerzeit herbeisehnt und die zähe Angie (Nina Petri) samt kriminellem Anhang. Unter der flirrenden Sonne Südspaniens aber (stimmungsvoll eingefangen von Kameramann Stefan Wachner) will sich der Traum vom erfüllten Leben nicht so richtig einstellen.

Zwar hat die Geschichte für den Protagonisten ein neues Leben parat, doch knirscht es im Erzählgerüst. Die vielen unterschiedlichen Handlungsfäden laufen auseinander, ohne zu Ende erzählt zu werden, mancher Dialog schleppt sich lahm dahin. Bei aller Bildergewalt, lakonischem Witz und skurriler Überhöhung gelingt es Peter Lichtefeld nicht, seine Playa del Futoro als echte Lebensalternative erscheinen zu lassen.

Martin Rosefeldt

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Playa Del Futuro
Regie & Drehbuch: Peter Lichtefeld
Deutschland, 2005, 94’
Darsteller
Peter Lohmeyer
Nina Petri
Hilmi Sözer
Outi Mäenpää
Kati Outinen u.a.
Stab
Regie: Peter Lichtefeld
Drehbuch: Peter Lichtefeld, Dirk Drebelow
Kamera: Stefan Wachner
Produktion: Bosko Biati Film, Kinowelt Filmproduktion in Zusammenarbeit mit EuroArts Medien GmbH und Elektrofilm Postproduction Facilities GmbH

Erstellt: 07-06-05
Letzte Änderung: 15-06-05