Nach tagelangem Marsch durch Wälder und Sümpfe erreicht der ausgemergelte deutsche Trupp das Dorf Polumgla, wo sie von Dorfbewohnern empfangen werden, die sich mit Schaufeln, Sensen und Heugabeln bewaffnet haben. Im Dorf leben nur Frauen, Alte und Krüppel, da die Männer im Krieg sind. Anfangs bieten die Dorffrauen den Gefangenen weder taugliche Unterkünfte, noch Hilfe an. Mit Beginn der Bauarbeiten jedoch und der gemeinsam durchlittenen Lebensmittelknappheit ersetzen sie bald die fehlenden russischen Männer. So werden in der Not und fernab der Front aus Feinden wieder Menschen.
ZUSATZINFORMATION
Der junge, russische Regisseur Artem Antonov hat mit "Polumgla" ein Kriegsdrama um Hass, Schuld, Trauer und Liebe, inszeniert. Nach Artem Antonovs Regiedebüt, seinem preisgekrönten Kurzfilm "Metropolitan Express" (2003), der für den Studenten-Oscar nominiert wurde, erwartete die Kritik "Polumgla" mit großer Spannung. Er ist einer der wenigen Filme aus Russland, in dem Angehörige der deutschen Wehrmacht nicht als soeben der Hölle entsprungene Personifizierung des Bösen, sondern als menschliche Wesen gezeichnet werden. In seinem Heimatland hat dies zum Teil heftige Kontroversen ausgelöst.
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