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28/07/06

Porträt: Andrea G. Pinketts

"Um eine Geschichte richtig erzählen zu können, muß ich mich wirklich mit Haut und Haar in das Milieu hineinbegeben, das ich beschreiben will. Deshalb habe ich beispielsweise unter den Satanisten in Bologna gelebt, die später aufgrund meiner Recherchen verhaftet wurden, oder auch unter den Obdachlosen am Mailänder Hauptbahnhof. Meine Mutter machte sich Sorgen, dachte aber nur daran, ob ich mein wollenes Unterhemd anziehen würde, und nicht an die täglichen Messerstechereien.“(Andrea G. Pinketts in der Dokumentation „Mord und Pasta“ von Susanne Dobke).

Andrea G. Pinketts wird 1961 in Mailand geboren. Früh bekommt er Schwierigkeiten mit der Disziplin in der Schule. Mit 17 beschädigt er die Eingangstür eines Kinos und flieht später aus der Grenadierkaserne während seines Militärdienstes. Im Zuge seiner Recherchen für die Zeitschrift Esquire entwickelte er seine Fähigkeiten als Verwandlungskünstler indem er regelmäßig die Identität wechselte.

Zugegeben, nicht immer leicht verdaulich ist, was der Underground-Autor Andrea G. Pinketts auf den Tisch bringt. Überzeugen Sie sich selbst, in dem Sie hier einen Blick in die Dokumentation "Mord und Pasta" werfen. Schade, dass noch kein einziges seiner Bücher ins Deutsche übersetzt ist. Die Franzosen haben ihn längst für sich entdeckt - und schätzen seine hartgesottenen Romane, für die er eigens ins Milieu abtaucht, um der schillernden Mode- und Medienmetropole Mailand auch einmal den trüben Spiegel vorzuhalten...

Mehr zu Andrea G. Pinketts (Auszug aus der Dokumentation "Mord und Pasta")

Offizielle Homepage von Andrea Pinketts auf italienisch

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Erstellt: 28-07-06
Letzte Änderung: 28-07-06