Nachdem er alleine durch 15 Länder gereist war, kam Gilles Porte die Idee, Kinder so zu filmen, wie es seinerzeit Georges Clouzot in seinem Film "Le Mystère Picasso" tat: durch eine Glaswand, in völliger „Transparenz“. Dank der Unterstützung der französischen Gédéon Programmes macht er sich daraufhin in mehr als 20 weitere Länder auf und filmt mehr als 600 Kinder. Dabei wird er von seinem Assistenten Samuel Lahu, von zwei Kameras und einer Glasscheibe begleitet.
« Dieses Thema geht uns alle etwas an. Es sieht uns ähnlich, es sieht uns an. Direkt in die Augen. Von ganz oben. Denn es geht um die Kindheit, nein, besser: Es geht um die Kinder. Und, da wird mir wohl niemand widersprechen: Es geht um unser aller Zukunft… »
Bernard Chambaz – Auszug aus dem Vorwort zum Buch Portraits-Autoportraits
Der Regisseur: Gilles Porte
Zunächst war er als fotografischer Leiter tätig und führte erstmals im Film „Quand la mer monte“ Regie – der 2004 alsbald mit dem Louis-Delluc-Preis für den besten ersten Film ausgezeichnet wurde. 2005 folgte dann der César für die beste weibliche Hauptrolle an die Co-Regisseurin Yolande Moreaux. Gilles Porte veröffentlichte daraufhin den Bildband Rendons à Cesar, dessen vergrößerte Fotos wochenlang in ganz Frankreich zu sehen waren.
Immer noch als „fotografischer Leiter“ bereitet er derzeit seinen zweiten Spielfilm vor, der während der Zeit des Indochinakriegs spielen wird. Hierfür hat er im März 2009 eine Subvention des Centre National de Cinématographie (CNC) erhalten, ebenso wie den großen Preis der Fondation Beaumarchais.
Bewegte Bilder
Gilles Porte hat dem Jazzmusiker Louis Sclavis und der Cutterin Catherine Schwartz die musikalische Leitung und die Bildregie überlassen, damit die Charakteristiken eines jeden Bildes miteinbezogen werden können. In jedem der 80 Filme wird den Zeichnungen dank der Arbeit von rund 15 Animateuren Leben eingehaucht.







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